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Zweite Bundesliga : HSV mit weinendem Auge wieder vorne

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Berlins Suleiman Abdullahi (vorne) und Hamburgs Douglas Santos: Der Unioner glich in der 90. Minute aus. Bild: dpa

Zurück an der Tabellenspitze, aber den Sieg verspielt. Der Hamburger SV ist gegen Union Berlin nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. Turbulent wurde es am Ende der Partie.

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          Mit Trainer Hannes Wolf hat der Hamburger SV einen Lauf, muss allerdings einen kleinen Rückschritt einstecken. Die Norddeutschen trennten sich am Montagabend in Hamburg vom ungeschlagenen 1. FC Union Berlin 2:2 (0:1) und rückten wieder an die Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga. Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Joshua Mees (12. Minute). Aaron Hunt (58.) und Lewis Holty (65.) brachten die Hamburger binnen sieben Minuten zunächst auf die Siegerstraße, ehe Suleiman Abdullahi den Endstand (90.) herstellte.

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          Die Berliner bleiben damit weiterhin einziges Zweitliga-Team ohne Niederlage. Aufstiegsaspirant HSV ist seit der Amtsübernahme von Wolf unbesiegt. Der fünfte Startsieg blieb ihm aber verwehrt. Das hatte zum Einstand noch kein Trainer der Hamburger geschafft. Wolf sprühte nach der zweiwöchigen Länderspielpause vor Anpfiff vor Tatendrang. „Wir haben uns in eine gute Position gebracht. Es wird Zeit, dass es wieder losgeht. Das fühlte sich ja fast wie eine Winterpause an“, sagte der 37 Jahre alte Fußballlehrer vor der Partie.

          In der ersten Halbzeit gab es dann aber kaum Sehenswertes. Zwar spielten der HSV in der Anfangsphase munter nach vorne, doch die Berliner waren in puncto Zweikampfführung, Passspiel und Effizienz im ersten Abschnitt deutlich überlegen. Das durch Mittelfeldspieler Marcel Hartel vorbereite frühe Tor der Berliner war die logische Konsequenz. Der ehemalige Kölner hätte in der 24. Minute sogar erhöhen können. Erst wenige Sekunden vor der Pause hatte Hamburgs Kapitän Hunt eine Chance. Sein Schuss aus gut 16 Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Hamburger leisteten sich haufenweise Zuspiel- und technische Fehler und ernteten dafür genervtes Raunen auf den Rängen.

          Das änderte sich nach der Pause. Da kamen die Gastgeber mit Schwung zurück und setzten die abwehrstarken Hauptstädter plötzlich unter Druck. Dabei mussten die Gastgeber ohne Mittelstürmer Pierre-Michel Lasogga auskommen. Der mit sieben Toren beste Schütze der Hanseaten hatte sich am Vortag eine Wadenverletzung zugezogen. Für ihn war Hee-Chan Hwang in die Spitze gerückt. Der Südkoreaner hatte gegen die Innenverteidigung der Unioner aber einen schweren Stand. Im Duell der besten Defensivreihen in der Zweiten Bundesliga hatten die Berliner lange Vorteile. Lediglich acht Gegentore hatten die Köpenicker in den 13 vorangegangenen Spielen zugelassen. Nach dem Rückstand mussten sie jedoch die Offensive suchen und offenbarten plötzlich Lücken in der Hintermannschaft, belohnten sich aber dennoch für ihren Mut. Abdullahi traf in der letzten Spielminute zum glücklichen Ausgleich.

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