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HSV im Abstiegskampf : Eine Stadt wendet sich ab

  • -Aktualisiert am

Junge Fans kennen nichts anderes als Abstiegskampf, die Älteren aber erinnern sich noch gut an die goldenen Zeiten. Bild: Picture-Alliance

Der stolze Hamburger SV. Ein Sanierungsfall, ein Abstiegskandidat, ein Datenleck. Seit fünf Jahren schon. Ein Gewöhnungseffekt ist eingetreten. Auf allen Ebenen. Und dazu kommt der böse Spott.

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          Am 21. November 2017 hat Frank Wettstein seinen großen Auftritt. Wenn der Herr der Zahlen im großen Reiche des Hamburger SV spricht, klingt das selbst bei alarmierenden Werten beruhigend. Das liegt an seinem rheinischen Tonfall. Zur Panik neigt Wettstein nie. Er sucht nach Lösungen, und seien die Zahlen noch so rot. Aber der Finanzvorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG ist weit davon entfernt, etwas schönzureden.

          Pointiert trägt der 44 Jahre alte Betriebswirt etwa 40 Journalisten vor, wie vielschichtig, ernst, aber nicht aussichtslos die finanzielle Lage beim HSV ist, der 105,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten angesammelt hat. Wettstein ist Wirtschaftsprüfer und hat bei Borussia Dortmund erfolgreich als Sanierer gearbeitet. In Hamburg hat er dem HSV seit November 2014 zu neuer Kreditwürdigkeit am Finanzmarkt verholfen. Er sagt rückblickend: „Der HSV war eine Sanierungsaufgabe. In wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch in der Organisation und den Prozessen.“ Das klingt spröde. Was Wettstein meint: Der HSV hatte den Wandel vom Verein zum Unternehmen nicht vollzogen und rutschte in die Liquiditätskrise.

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