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Zweite Liga : Doppelter Lasogga lässt HSV jubeln

  • Aktualisiert am

Ließ sich berechtigt feiern: Hamburgs zweifacher Torschütze Pierre-Michel Lasogga (l.) Bild: dpa

Der Hamburger SV bleibt an der Tabellenspitze der Zweiten Liga. Die „Rothosen“ gewinnen knapp gegen Sandhausen. In Dresden trumpft Bielefeld spät und spektakulär auf.

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          Der Hamburger SV hat dank Pierre-Michel Lasogga seine Tabellenführung in der Zweiten Liga verteidigt. Der HSV bezwang den abstiegsbedrohten SV Sandhausen völlig verdient 2:1 (1:0) und feierte einen Start nach Maß ins neue Jahr. Mann des Abends war Torjäger Lasogga, der seine Saisontreffer Nummer acht und neun (45. Minute/68.) erzielte. Das Team von Trainer Hannes Wolf hat nun schon sechs Punkte Vorsprung auf den Lokalrivalen St. Pauli auf Rang drei. Köln spielt morgen.

          Die seit zehn Pflichtspielen sieglosen Sandhäuser rutschten dagegen auf den Relegationsplatz ab, der zwischenzeitliche Ausgleich durch Andrew Wooten (65., Foulelfmeter) war zu wenig. Der HSV war von Beginn an die bessere Mannschaft, ließ dem Gast nur wenig Raum, ging allerdings mit seinen Chancen zu fahrlässig um. Schon nach zehn Minuten hatte Lewis Holtby freistehend die Führung auf dem Fuß. Von Sandhausen und Neuzugang Dennis Diekmeier, der im Januar nach acht Jahren den HSV verlassen hatte, war kaum etwas zu sehen. Kurz vor der Pause wurde der HSV belohnt: Nach einer Hereingabe von Bakery Jatta, der allerdings im Abseits gestanden hatte, schob Lasogga überlegt ein. Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Hamburger weiter deutlich. Überraschend dann der Ausgleich: Nach einem Zweikampf mit Jatta fiel Diekmeier im Strafraum. Wooten (65.) verwandelte sicher den Elfmeter – es war der erste Torschuss der Gäste überhaupt. Es war nur ein kurzes Lebenszeichen des SVS. Nur drei Minuten später war es wieder Lasogga, dem die passende Antwort gelang. Danach kontrollierten die Hamburger wieder das Geschehen. In der Schlussphase durfte auch Winter-Zugang Berkay Özcan noch sein Debüt im HSV-Mittelfeld geben.

          Dynamos ehemaliger Trainer Uwe Neuhaus hat mit Arminia Bielefeld dafür ein verrücktes Spiel noch gedreht. Die Arminia gewann bei Dynamo Dresden 4:3 (1:3). Im Rudolf-Harbig-Stadion brachten Osman Atilgan (19.) und Brian Hamalainen (26./Elfmeter) Dynamo in Führung. Der Däne war kurioserweise auch für den Anschlusstreffer (34.) verantwortlich, als er bei einem Klärungsversuch Baris Atik an die Brust schoß, von da aus trudelte der Ball ins Tor. Dynamo erhöhte umgehend dank Moussa Koné (40.) auf 3:1.

          2. Bundesliga

          In der zweiten Hälfte sorgten dann Jan Edmundsson (54.) und Fabian Klos (69./Foulelfmeter) für den Ausgleich. In der hitzigen Schlussphase sah Dynamos Marco Hartmann nach einer Notbremse gegen Klos die Rote Karte (77.). Zwei Minuten später erzielte Arminia-Kapitän Julian Börner den Siegtreffer. Bielefeld begann mit viel Schwung, doch Dynamo übernahm nach einer Viertelstunde die Regie und erspielte sich immer mehr Chancen. Die erste hochwertige nutzte Atilgan eiskalt zur Führung. Danach konnten die Bielefelder den starken Koné im Strafraum nur per Foul stoppen. Hamalainen wuchtete den Ball unhaltbar ins Netz, ehe er per Slapstikeinlage das 1:2 verursachte. Doch Koné war hellwach, als Arminia-Keeper Stefan Ortega einen Kopfball von Ioannis Nikolaou prallen ließ und staubte zum 3:1 ab. Bielefeld gab nicht auf und drehte das Spiel in der Schlussphase noch.

          Heidenheim und Kiel teilen sich die Punkte

          Der 1. FC Heidenheim und Holstein Kiel haben dagegen den Sprung nah an die Aufstiegsplätze verpasst. Im ersten Pflichtspiel des Jahres trennten sich die beiden punktgleichen Tabellennachbarn leistungsgerecht 2:2 (2:1). In der spektakulären Anfangsphase brachte der zuletzt angeschlagene Jonas Meffert (4.) die Gäste per Kopf in Führung. Doch zwei Aussetzer der Kieler nutzten Robert Glatzel (7.) und Denis Thomalla (14.) schon kurz darauf zur Heidenheimer Führung. In der Schlussphase rettete den Kielern ein Eigentor von FCH-Verteidiger Timo Beermann (81.) noch einen Punkt. Die Norddeutschen blieben mit 31 Zählern weiter auf Rang fünf vor den punktgleichen Heidenheimern. Beide Clubs liegen drei Zähler hinter dem FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz drei. Nach der Führung der Gäste übernahmen die Kieler mehr und mehr die Kontrolle. Doch die Gastgeber standen lange sicher in der Deckung und ließen lange so gut wie nichts zu. Zugleich blieben sie mit ihren Kontern gefährlich. Am Ende hatten die Heidenheimer Pech, den Sieg durch das Eigentor noch zu verlieren.

          Für Regenburg machten Maximilian Thalhammer (53.) und Sebastian Stolze (73.) den siebten Saisonsieg perfekt. Paderborn musste dadurch zwar seine zweite Auswärtsniederlage hintereinander hinnehmen, liegt jedoch ebenfalls weiter im oberen Abschnitt der Tabelle.

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