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Zweite Liga am Sonntag : HSV schießt sich gegen Paderborn aus Mini-Krise

  • Aktualisiert am

HSV-Torjäger Glatzel (Mitte): Steuerte auch einen Treffer gegen Paderborn bei. Bild: dpa

Drei Spiele hatten die Hamburger nicht gewinnen können, darunter gab es ein 0:3 im Stadtderby und eine Heimniederlage gegen Aufsteiger Magdeburg. Im Spitzenspiel läuft es besser. Auch Hannover siegt.

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          Ergebniskrise beendet, Selbstzweifel vertrieben – der Hamburger SV hat in seinem langen Kampf um die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus neuen Mut geschöpft und den Angriff des SC Paderborn auf die Tabellenspitze in spektakulärer Manier abgewehrt. Dank des 3:2 (2:1) im sehenswerten Zweitliga-Spitzenspiel bei den hoch gehandelten Ostwestfalen ging eine Negativserie von zuletzt drei Pflichtspielniederlagen zu Ende. Nach Toren von Robert Glatzel (23. Minute), Jean-Luc Dompé (45.+1) und László Bénes (69.) vor 15.000 Zuschauern kehrte das Team von Trainer Tim Walter als Tabellenzweiter auf die direkten Aufstiegsplätze zurück und verkürzte den Abstand zu Tabellenführer SV Darmstadt 98 auf einen Punkt.

          2. Bundesliga

          Selbst der Fehlstart in die Partie mit dem frühen Gegentreffer durch Robert Leipertz (3. Minute) brachte den einstigen Bundesliga-Dino diesmal nicht ins Wanken. Mit großem Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Tempo sorgten Glatzel und Dompé noch vor der Pause für die Wende. Auch nach dem zweiten Treffer von Leipertz zeigten die Norddeutschen eine positive Reaktion. Die schöne Vorarbeit des starken Dompé veredelte Bénes mit einem unhaltbaren Fernschuss ins Netz.

          Hannover blickt nach oben

          Hannover 96 hat die Aufstiegsplätze weiter im Blick. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl setzte gegen den Karlsruher SC 1:0 (0:0) durch und zog auf Rang fünf mit nun 24 Zählern nach Punkten mit dem viertplatzierten 1. FC Heidenheim gleich.

          Hendrik Weydandt (56.) erzielte vor 29.100 Zuschauern in der heimischen Arena den Treffer für Hannover. Kurz darauf musste der KSC, der sich mit 17 Zählern weiter im Tabellenmittelfeld hält, die Partie in Unterzahl bestreiten. Jerome Gondorf sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (62.).

          Die Gäste machten von Beginn an Druck, doch kurz vor der Pause hatte Hannover schließlich durch einen Foulelfmeter die beste Chance zur Führung. Zuvor hatte Marcel Franke im Strafraum Maximilian Beier zu Fall gebracht, Schiedsrichter Sven Waschitzki-Günther zeigte nach Ansicht der Videobilder auf den Punkt. Havard Nielsen scheiterte jedoch an KSC-Torhüter Marius Gersbeck.

          Nach der Führung durch Weydandt im zweiten Durchgang agierte Hannover in Überzahl kontrolliert und setzte sich über weite Strecken in der gegnerischen Hälfte fest.

          Braunschweig weiter ungeschlagen

          Der abstiegsbedrohte SV Sandhausen und der formstarke Aufsteiger Eintracht Braunschweig haben sich 2:2 (0:0) getrennt. Anthony Ujah (52. Minute) und Anton Donkor (74.) brachten die Gäste aus Niedersachsen, die seit acht Liga-Spielen ungeschlagen sind, am Sonntag zweimal in Führung. Janik Bachmann (66.) und David Kinsombi (80.) glichen für Sandhausen, das im dritten Liga-Spiel in Serie sieglos blieb, vor 4729 Zuschauern zweimal aus.

          Die erste Hälfte war arm an Höhepunkten. Braunschweigs Ujah lief in der 24. Minute völlig frei auf Sandhausens Keeper Nikolai Rehnen zu und lupfte den Ball links am Tor vorbei. Der Stürmer hatte aber ohnehin knapp im Abseits gestanden. Kurz vor der Pause vergab Kinsombi die bis dahin beste Chance der Gastgeber und traf per Kopf den Pfosten (41.).

          Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel köpfte Ujah zur Braunschweiger Führung ein. Ein weiterer Treffer des Nigerianers wurde wegen einer Abseitsposition nicht gegeben (55.). Auch Bachmann traf beim 1:1 per Kopf. Acht Minuten später hämmerte Donkor den Ball aus knapp 20 Metern halbhoch ins Netz. Sandhausen schlug aber noch mal zurück: Kinsombi drückte die Kugel aus kurzer Distanz zum verdienten 2:2 über die Linie.

          2. Bundesliga

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