https://www.faz.net/-gtm-99aq1

Hamburger SV : Lizenz auch für zweite Bundesliga ohne Auflagen

  • Aktualisiert am

Kein Problem-Dino: Der HSV erhält die Lizenz ohne Auflagen Bild: dpa

Endlich mal eine gute Nachricht für den Hamburger SV: Im Abstiegsfall hat der stark abstiegsgefährdete Bundesligaklub eine Zukunft in der zweiten Liga. Die DFL hat die Lizenz ohne Auflagen erteilt.

          1 Min.

          Nach der ersten Runde des Lizenzierungsverfahrens muss kein Verein der ersten oder zweiten Fußball-Bundesliga um seine Lizenz fürchten - auch nicht der Krisenklub Hamburger SV. Die Deutsche Fußball Liga hat zunächst keinem der 47 Bewerber die Spielberechtigung für die nächste Saison verweigert. Einige Vereine müssen aber bis Ende Mai Bedingungen erfüllen, andere erhielten die Lizenz unter Auflagen. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag in Frankfurt/Main mit.  Die Clubs können innerhalb einer Woche Beschwerde gegen die erste Entscheidung einlegen. Anfang Mai steht die zweite Runde bei der DFL an.

          Anfang Juni trifft der Lizenzierungsausschuss die endgültige Entscheidung. Der stark abstiegsgefährdete Bundesliga-Vorletzte Hamburger SV hat nach eigenen Angaben die Lizenz für die erste und zweite Liga bereits ohne Bedingungen und ohne Auflagen erhalten. „Wir haben beide Ligen-Szenarien inhaltlich professionell vorbereitet und freuen uns über den Erhalt der Lizenzen“, erklärte Finanzvorstand Frank Wettstein, der beim HSV derzeit auch Vorstandsvorsitzender ist. „Das ist eine erfreuliche Nachricht“, sagte Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann. „Unser Finanzbereich hat unter der Leitung von Frank Wettstein sehr gute Arbeit geleistet und damit die Grundlage für die kommende Spielzeit geschaffen.“ Ob Investor Klaus-Michael Kühne dem HSV erneut finanziell unter die Arme gegriffen hat, blieb offen. Der 80 Jahre alte Milliardär und Fan hält 20,57 Prozent der Anteile und ist größter Einzelinvestor der HSV- Fußball-AG.

          Zuletzt hatte er weitere Zahlungszusagen verweigert. Es war erwartet worden, dass die Hanseaten im Fall des ersten Abstiegs der Vereinsgeschichte vor allem mit der Erteilung der Lizenz für die 2. Liga Probleme bekommen könnte. Denn der Traditionsclub beklagt Verbindlichkeiten von mehr als 100 Millionen Euro. Und in der 2. Liga sind die garantierten Einnahmen deutlich niedriger als im Oberhaus. Die DFL überprüft „zur Sicherstellung eines integren und fairen Wettbewerbs“ satzungsgemäß neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Clubs auch infrastrukturelle, rechtliche, administrative, medientechnische und sportliche Kriterien. Bei den Hanseaten gab es dabei offensichtlich nichts zu beanstanden.

          Weitere Themen

          Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests Video-Seite öffnen

          Olympische-Spiele in China : Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests

          Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele versucht China die Ausbreitung von Corona-Fällen mit strikten Maßnahmen zu verhindern. 72 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit den Spielen wurden bereits bestätigt. Die breite chinesische Öffentlichkeit wurden vom Kauf der Tickets ausgeschlossen.

          Topmeldungen

          Der Tatort in Tijuana, wo der Journalist Martinez im Januar ermordet wurde.

          Morde in Mexiko : Journalisten in Todesgefahr

          Mexiko ist das tödlichste Land für Journalisten. Bereits drei Morde zählt das Land in diesem Jahr. Auch die dürften ungesühnt bleiben.
          Die kleinen Detektive Rico Doretti (Anton Petzold, li.) und Oskar (Juri Winkler) ermitteln in einem Erpressungsfall.

          Autor Andreas Steinhöfel : Das späte Glück des traurigen Kindes

          In den beliebten Kinderbüchern über Rico und Oskar spielt Berlin eine Hauptrolle. Der Autor Andreas Steinhöfel hat es in der Stadt nicht ausgehalten. Er ist an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt – trotz schmerzhafter Erinnerungen.