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Streit vor Versammlung : HSV-Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern

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Am 18. Februar findet beim Hamburger SV die Mitgliederversammlung statt. Bild: EPA

Eintracht Frankfurts Präsident Fischer begann in einem F.A.Z.-Interview die Diskussion um AfD-Mitglieder in Bundesliga-Vereinen. Nun gibt es beim HSV einen Antrag auf Ausschluss. Die AfD reagiert sofort.

          Ein Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern aus dem Hamburger SV sorgt im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Traditionsklubs am 18. Februar für Diskussionen. Peter Gottschalk, Vorsitzender des Seniorenrats des HSV, will darüber abstimmen lassen und hat einen entsprechenden Antrag eingebracht. „Die Mitgliederversammlung fordert das Präsidium auf dafür zu sorgen, dass AFD-Mitglieder oder gleichgesinnte Personen nicht Mitglied im Hamburger-Sport-Verein e.V. werden oder der HSV Fußball AG angehören“, heißt es. „Kein Platz für Rassismus! Toleranz und Solidarität sind Werte, die innerhalb jeder Sportart zählen“, forderte der 76 Jahre alte Peter Gottschalk.

          Kay Gottschalk, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfD und nicht mit Peter Gottschalk verwandt, sagte am Dienstagabend: „Ich bin relativ entsetzt und werde bei der nächsten Mitgliederversammlung des HSV auch das Wort ergreifen.“ Kay Gottschalk ist seit 2005 Vereinsmitglied und hatte als Jugendlicher auch beim HSV Fußball gespielt. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung steht eigentlich die Wahl des Präsidenten. Amtsinhaber Jens Meier und der ehemalige Vorstandschef Bernd Hoffmann bewerben sich um den Posten.

          Zuletzt hatte es auch bei Eintracht Frankfurt Diskussionen um den Umgang mit AfD-Mitglieder gegeben. Präsident Peter Fischer sagte in einem Interview in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass es sich mit der Vereinssatzung nicht vertrage, AfD zu wählen. „Ich traue niemandem mehr in diesem Land, wenn Nationalpopulisten 13 Prozent der Stimmen bekommen können. Ich werde auf der Mitgliederversammlung eine deutliche Position beziehen, dass es sich mit unserer Satzung nicht verträgt, AfD zu wählen. Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt“, sagte er in der F.A.Z.

          „Ich bin nicht naiv und bin mir sicher, dass es auch bei uns AfD-Wähler gibt. Aber ich werde sehr deutlich klarmachen, was wir davon halten und dass der Verein für andere Werte und Ziele steht. Sport muss politisch sein, und zwar nicht nur sportpolitisch. Der Sport muss vielmehr auch ganz klar politisch sein und seine Stimme erheben gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen, wenn es angebracht und notwendig ist. Wir müssen immer wieder aufs Neue aufpassen. Ich will später nicht einmal hören, dass ich gesagt habe: Das wusste ich nicht oder habe ich falsch eingeschätzt“, sagte Fischer weiter. Anschließend war er von der AfD heftig kritisiert worden. Bis zur Mitgliederversammlung am 28. Januar will sich der Frankfurter Vereinschef nicht mehr äußern.

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