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Zweite Bundesliga : HSV-Ausgleich in 96. Minute in Hannover

  • Aktualisiert am

Der Hamburger SV hielt in Hannover am Ende doch noch einen Punkt in der Hand. Bild: dpa

Welch ein Drama im Nordderby! Hannover sieht schon wie der sichere Sieger aus, dann gleicht Hamburg noch aus. Spitzenreiter Bielefeld gewinnt in Fürth und setzt sich ab. Jubel gibt es auch in Regensburg.

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          Durch ein Tor in der Nachspielzeit hat der Hamburger SV im Nordduell bei Hannover 96 wenigstens einen Punkt gerettet. Im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga ist dieses 1:1 (0:0) vor der Erstliga-Kulisse von 49.000 Zuschauern trotzdem ein Rückschlag.  Denn eine Woche vor dem Hamburger Derby gegen den FC St. Pauli wuchs der Rückstand des HSV auf Spitzenreiter Bielefeld auf drei Punkte an.

          2. Bundesliga

          Der eingewechselte Joel Pohjanpalo glich Hannovers Führung durch Cedric Teuchert (51.) erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit aus (90.+6). Der Tabellenzweite kam nach dem Rückstand besser ins Spiel und vergab durch Bakery Jatta (56.), Sonny Kittel (57.) und David Kinsombi (90.+4) mehrere Großchancen. Insgesamt enttäuschte der HSV vor rund 15.000 eigenen mitgereisten Fans aber zumeist. Bei Hannover wurde eine konzentrierte Abwehrleistung nicht belohnt.

          Spitzenreiter Bielefeld hält derweil weiter mit Volldampf Kurs auf die Bundesliga. Die Ostwestfalen gewannen bei der Spielvereinigung Greuther Fürth mit 4:2 (2:0). Cedric Brunner (13. Minute), Fabian Klos mit seinem 15. Saisontor (35.) und Cebio Soukou (68./Foulelfmeter) sorgten für die Führung. Havard Nielsen (73.) machte es mit dem 1:3 kurzzeitig spannend. Doch nach einem Eigentor von Paul Jaeckel war die Partie entschieden (78.) – da änderte auch das 2:4 durch Fürths Kenny Prince Redondo nichts mehr dran (90.+2).

          Der Vorsprung von Bielefeld auf Rang vier beträgt nun neun Punkte. Brunner ließ die Gäste früh jubeln. Nach Flanke von Soukou aus dem Halbfeld setzte er sich vehement gegen Fürths Maximilian Wittek durch und köpfte zur Führung ein. Im von Fürths Trainer Stefan Leitl zum „Spitzenspiel“ gekürten Duell hielten die Franken gut dagegen, vor dem Tor fehlte aber die letzte Konsequenz. Den nächsten Treffer erzielte wieder Bielefeld. Marcel Hartel schickte Klos, der aus abseitsverdächtiger Position nicht mehr zu stoppen war. Laut Video-Assistent war der Treffer des Kapitäns regelkonform.

          Fürth gab nicht auf, wiederholt scheiterten die Gastgeber an dem unter der Woche kranken Arminen-Keeper Stefan Ortega. Eine Woche nach dem 6:0 gegen Regensburg zeigte sich Bielefeld auswärts wieder torhungrig und schraubte das Ergebnis hoch. In der Schlussphase agierten die Gäste fahrlässig – ohne Folgen.

          Der SV Wehen Wiesbaden verpasste die Wiedergutmachung gegen Jahn Regensburg und bleibt auf Relegationsplatz 16. Die Hessen verloren beim Team von Trainer Mersad Selimbegovic mit 0:1 (0:0) und konnten damit die 0:5-Niederlage aus dem Hinspiel nicht vergessen machen. Regensburgs Erik Wekesser durfte sich nach seinem Tor-Debüt als Matchwinner feiern lassen (52. Minute). Womöglich wäre das Spiel anders gelaufen, wenn ein Treffer von Manuel Schäffler (16. Minute) gezählt hätte.

          Der Jahn startete gut, aber nach der vermeintlichen Führung durch Schäffler kam ein Bruch ins Spiel. Das Tor des Gäste-Angreifers wurde nach Videobeweis wegen einer dort gesehenen Abseitsstellung nicht gegeben. In der Folgezeit sahen die 7804 Zuschauer ein wenig begeisterndes Spiel. Eine Woche nach dem schmerzlichen Erlebnis in Bielefeld war der Jahn, der auf den gesperrten Kapitän Marco Grüttner verzichten musste, sehr auf defensive Stabilitität bedacht.

          Nach der Pause war wieder der Videobeweis gefragt, diesmal gab es das Tor für Regensburg. Max Besuschkow passte auf Andreas Albers, der uneigennützig auf Wekesser quer legte. Dieser traf zum ersten Zweitliga-Tor. Insgesamt blieb das Spiel lange aber eine zähe Angelegenheit, erst in der Schlussphase nahm die Partie Fahrt auf. Ein weiteres Tor fiel nicht mehr.

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