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Suche nach Sportvorstand : Horst Heldt ist bei der Eintracht aus dem Rennen

  • -Aktualisiert am

Horst Heldt wechselt nicht zur Frankfurter Eintracht. Bild: dpa

Wer wird Nachfolger von Heribert Bruchhagen bei Eintracht Frankfurt? Der scheidende Schalker Sportchef spielt bei der Entscheidung keine Rolle. Hoch im Kurs stehen dagegen ein ehemaliger Stuttgarter – und ein großer Unbekannter.

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          Die Zeit der Entscheidung rückt immer näher. Das gilt nicht nur für das Geschehen auf dem grünen Rasen, das sich in den vergangenen Tagen für die Frankfurter Eintracht hoffnungsvoll entwickelt hat. Auch die Frage, wer der neue Sportvorstand wird und zum Saisonende Heribert Bruchhagens Aufgabengebiet übernimmt, steht unmittelbar vor der Beantwortung. Nach F.A.Z.-Informationen gibt es nur noch zwei Kandidaten, die zur Auswahl stehen. Der eine ist Fredi Bobic, der Name des anderen lautet nicht Horst Heldt. Der Schalker Sportvorstand, der nach Saisonende vom Mainzer Christian Heidel abgelöst wird, gehört nach Sondierungsgesprächen nicht mehr zu den Anwärtern.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          Die Findungskommission mit Eintracht-Präsident Peter Fischer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Steubing und Aufsichtsrat Philip Holzer hat es geschafft, die Identität des neuen Kandidaten geheim zu halten. Dem Vernehmen nach soll es sich jedoch – wie ursprünglich gewünscht – um einen jüngeren Bewerber handeln. Er soll über Profierfahrung verfügen, schon Management-Aufgaben übernommen haben, aber keine Praxis in leitender Fußballfunktion besitzen. Einen Sportdirektor hat die Eintracht ja auch schon in Bruno Hübner. Der neue Vorstand soll vor allem die große sportliche Richtung vorgeben, neue Arbeitsstrukturen einziehen und Personalentwicklung innerhalb des Klubs betreiben.

          Fredi Bobic, von 2010 bis März 2014 Sportdirektor und dann noch ein halbes Jahr Sportvorstand des VfB Stuttgart, zeichnet gegenüber dem anderen Kandidaten auf jeden Fall eine größere Erfahrung und eine bessere Vernetzung in der Szene aus. Der 44 Jahre alte ehemalige deutsche Nationalstürmer war in Stuttgart wegen seiner Transferbilanz umstritten und bei einigen Fangruppen nicht sonderlich beliebt. Dabei wurde allerdings oft verkannt, dass Bobic einen vom Vorstand diktierten Sparplan erfüllen musste.

          Von Sommer 2011 bis Sommer 2013 erzielte der VfB einen Transferüberschuss von über 21 Millionen Euro, der Lizenzspieleretat wurde deutlich gesenkt, von weit über 50 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro. Die Verpflichtung der Spieler Kostic, Ginczek, Traore, Gentner und Harnik erwiesen sich als Volltreffer für den VfB. Manche Transfers erfüllten nicht die Hoffnungen, wie Camoranesi, Ibisevic, Abdelloue und Audel. Aber viel Geld verloren die Stuttgarter in keinem Fall, weil sie nur geringe Ablösesummen zahlten. Dafür erzielten einige Talente in Stuttgart den Durchbruch wie Antonio Rüdiger, Timo Werner und Daniel Didavi.

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