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Sportchef des 1. FC Köln : „Das ist aberwitzig und nicht mehr zu respektieren“

  • Aktualisiert am

Die Laune ist schlecht: Horst Heldt, hier im April Bild: EPA

Der DFB ist „starrsinnig“ und „beratungsresistent“ – findet jedenfalls Horst Heldt. Grund der Aufregung des Kölner Sportchefs ist mal wieder eine Schiedsrichterentscheidung.

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          Sportchef Horst Heldt vom Bundesligaverein 1. FC Köln hat wegen zahlreicher umstrittener Schiedsrichterentscheidungen in den vergangenen Wochen die Herangehensweise des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kritisiert. „Alle wünschen sich, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe bleibt. Aber da sind sie starrsinnig“, sagte Heldt am Montag: „Die besten Schiedsrichter werden einfach weggejagt, obwohl es eine breite Mehrheit in der Liga gibt. Aber da sind sie beratungsresistent. Und bei den anderen Themen werden sie einfach nicht besser.“

          Bundesliga

          Allgemein gebe es „keine Veränderung in der Denkweise. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte der frühere Profi: „Aber das passt zum DFB insgesamt in den letzten Wochen. Das ist ja auch kein Geheimnis.“ Schiedsrichter Gräfe muss seine Karriere am Saisonende trotz zahlreicher Fürsprecher aus der Liga wegen des Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren beenden.

          Was Heldt echauffierte, war eine Szene in der Nachspielzeit beim 1:4 gegen den SC Freiburg, als ein Tor des FC wegen vermeintlichen Handspiels nicht zählte und Schiedsrichter Sören Storks es sich auch nicht wieder ansah. „Aus meiner Sicht ist das ein klares Tor“, sagte Heldt: „Es geht um so viel, da hat der Schiedsrichter die Verantwortung, das komplett zu beleuchten. Das ist aberwitzig und nicht mehr zu respektieren.“

          Derweil steht die Klärung der Trainer-Frage in Köln offenbar kurz bevor. „Wir haben einen klaren Favoriten“, sagte Heldt weiter, wollte aber „keine Namen kommentieren“. Offenbar handelt es sich um den Paderborner Steffen Baumgart, der auch vom Hamburger SV umworben wird. Baumgart erklärte dem „Express“, „dass ich in dieser Woche eine Entscheidung treffen werde“. Ob der FC die Klasse hält oder der HSV aufsteigt, sei nicht entscheidend. „Die Liga-Zugehörigkeit spielt für mich eine untergeordnete Rolle“, sagte Baumgart: „Es geht mir um das richtige Projekt.“

          Dass die Entscheidung bald fallen könnte, heißt aber nicht, dass der FC sie auch bald verkünden wird. „Wenn es entschieden ist, werden wir überlegen, wann der richtige Zeitpunkt ist“, sagte Heldt, der die Konzentration im Kampf gegen den Abstieg nicht gefährden will. Deshalb will er mit Trainer Friedhelm Funkel sprechen, „und wenn Friedhelm damit ein Problem hätte, hat das Priorität“.

          Vom früheren Trainer Peter Stöger hat der FC derweil keineswegs eine Absage erhalten, wie Heldt versichert. „Wir haben auch nicht ihm abgesagt, sondern gemeinsam festgestellt, dass eine Zusammenarbeit zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn macht.“ Damit, dass Stöger dies öffentlich verkündete, habe er kein Problem. „Wir haben auch gemeinsam beschlossen, wie wir im Fall von Nachfragen kommunizieren.“

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