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Hoffenheim-Mäzen Hopp : „Microsoft oder Google würde es mit dieser Denke nie geben“

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Jetzt kommt Jürgen Klinsmann, ein guter Freund Ihres Sportdirektors Bernhard Peters. Wie eng sind die Verknüpfungen zwischen Hoffenheim und Bayern?

Erst einmal: Klinsmann ist der richtige Mann für Bayern. Davon bin ich überzeugt, es gibt ja auch andere Stimmen. Man hätte keinen Besseren bekommen können. Er wird alle mit seiner positiven Art mitreißen. Und es stimmt: Klinsmann und Peters sind sehr gut befreundet. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass im Jugendbereich, ganz offiziell, eine Kooperation und ein reger Austausch stattfinden wird. Weil beide auf einer Linie sind. Überhaupt hat unsere Philosophie viel mit Klinsmanns Idee von 2006 zu tun. Wenn Rangnick vor zwei Jahren Nationaltrainer gewesen wäre, dann hätten wir ein ähnliches Ergebnis bekommen, was die Begeisterung und auch was den Erfolg angeht.

Nun sagen Sie, die Zielvorgabe ist "Klassenerhalt ohne Zittern". Dann ist man in der Bundesliga ja meist schon in der Nähe der UI- oder Uefa-Cup-Plätze.

Das ist illusorisch. An den Uefa-Cup verschwenden wir keinen Gedanken. Unser Ziel heißt: Stabilisieren oberhalb der Abstiegsplätze. Wobei ich mir vorstellen kann, dass die Mannschaft gegenüber dem letzten Jahr noch eine Schippe drauflegen kann. Aber das muss sie in der Bundesliga auch.

Können Sie konkret sagen, wie viel Geld Sie zur neuen Saison in den Kader stecken wollen?

Es gibt die Summe X, die wir ausgeben wollen. Aber das werden wir nicht nach außen kommunizieren. Das hängt auch davon ab, wen wir holen können. Ich möchte gerne noch den einen oder anderen hoffnungsvollen deutschen Spieler aus dem "U 23"-Bereich holen. Aber deutsche Spieler sind ja immer etwas teurer als Ausländer.

Sie haben zuletzt immer wieder betont, dass Sie sich nicht in die Belange des Trainers Ralf Rangnick einmischen. Kaum zu glauben, angesichts der bisher investierten 100 Millionen Euro und der gewachsenen Ansprüche.

Wir haben einen bestimmt Budgetrahmen, und innerhalb dieses Rahmens bewegt sich Herr Rangnick vollkommen frei. Wenn er also einen Linksfuß holen will, da kann ich doch nicht sagen, der passt nicht zu uns. Das kann er doch viel besser beurteilen. Es gibt natürlich auch Größenordnungen, da zieht er mich ganz automatisch dazu.

Bei mäzenatisch geführten Vereinen wie Red Bull Salzburg und Chelsea mussten die anfangs hochgelobten Star-Trainer Trapattoni und Mourinho irgendwann gehen, weil sie dem Erfolgshunger des Geldgebers nicht mehr standhielten. Hat Rangnick bei Ihnen ein ruhigeres Leben?

Rangnick ist für uns das absolute Optimum. Für mich stünde Rangnick selbst dann nicht zur Disposition, wenn wir sofort wieder absteigen würden. Wir hatten uns vorgenommen, innerhalb von fünf Jahren in die Bundesliga aufzusteigen, wir sind also schneller gewachsen, als es unser Plan war, da verlieren wir jetzt nicht so schnell die Nerven. Er ist das Optimum, da müsste schon vieles passieren, um mich von dem Glauben abzubringen.

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