https://www.faz.net/-gtm-8c0ef

1:1 gegen Leverkusen : Hoffenheim tief im Schlamassel

  • Aktualisiert am

Hoffenheims Spieler jubeln nach dem Tor von Jiloan Hamad. Bild: AFP

Hoffenheim gelingt zum Rückrundenstart ein Remis gegen Angstgegner Leverkusen. Damit rückt 1899 auf den vorletzten Tabellenplatz, doch so wirklich zufrieden geht keiner aus dieser Partie.

          2 Min.

          1899 Hoffenheim hat im Abstiegskampf gegen Angstgegner Bayer Leverkusen ein schmeichelhaftes Remis erkämpft, steckt aber weiter ganz tief im Schlamassel. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens verpasste beim 1:1 (1:0) am Samstag abermals den ersten Sieg überhaupt in der Fußball-Bundesliga gegen den Champions-League-Aspiranten. Vor 24.140 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielte der Schwede Jiloan Hamad (40. Minute) bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause die Führung. Kapitän Ömer Toprak glich in der 75. Minute für Bayer aus.

          Vor dem Auswärtsspiel bei Bayern München rückte Hoffenheim auf den vorletzten Platz vor. Leverkusen hatte zuvor in 13 von 15 Spielen Hoffenheim bezwungen und bisher nur einmal verloren. Die Gäste kamen aber zum Rückrunden-Auftakt nicht richtig in Schwung - und gingen am Ende sichtlich unzufrieden vom Platz.

          Der Torschütze Jiloan Hamad (rechts) freut sich.  Bilderstrecke

          Trainer Roger Schmidt hatte im Vergleich zum 1:0 gegen Ingolstadt nur auf der Rechtsverteidigerposition umgestellt: Dort spielte Tin Jedvaj statt Giulio Donati. Bei den Hoffenheimern fehlte der verletzte Kapitän Pirmin Schwegler, dafür stand Hamad erstmals seit seinem Kreuzbandriss im April in der Startelf. Neuzugang Andrej Kramaric von Leicester City wurde erst in der 83. Minute eingewechselt und blieb wirkungslos.

          Von Anfang an nahm die Bayer-Elf das Heft in die Hand, rollte immer wieder auf die allerdings gut sortierte TSG-Abwehr zu. Nach gerade mal vier Minuten hätte Javier „Chicharito“ Hernández sein Torkontingent weiter aufstocken können: Im Anschluss an eine Ecke rutschte der Mexikaner am langen Pfosten nur ganz knapp am Ball vorbei.

          Getreu dem Stevens-Motto „Die Null muss stehen“ konzentrierten sich die Hoffenheimer erst mal nur auf Sicherung und starteten wenige ernsthafte Angriffsversuche. Immer wieder wurden sie zum Rückwärtsgang gezwungen – und hatten in der 26. Minute abermals Glück: Torwart Oliver Baumann fischte gerade noch einen Kopfball von Stefan Kießling aus dem Winkel.

          Umso überraschender fiel dann die Führung für die Hausherren: Nach einem von Kießling abgewehrten Eckball der TSG nahm Hamad das Leder direkt - und sein Schuss fand den Weg an allen Beinen vorbei ins rechte Eck.

          Kurz danach musste Baumann aber wieder sein ganzes Können zeigen, als er einen Flachschuss von „Chicharito“ entschärfte. Der Angreifer hatte allein in den 14 Pflichtspielen zuvor so viele Tore (17) erzielt, wie die TSG in allen Partien 2015/16. Er blieb aber an diesem Tag glücklos und konnte sein Dutzend Bundesliga-Treffer nicht voll machen.

          Kurz nach dem Wechsel hatte Hamad sogar einen zweiten Treffer auf dem Fuß, schaufelte den Ball aber frei vor Keeper Bernd Leno über die Latte. Das Spiel blieb zerfahren, Leverkusen dominierend. Nach einer konfusen Szene im Hoffenheimer Strafstoß traf Toprak erst den Pfosten, per Kopf aber dann doch noch zum überaus verdienten Ausgleich. Stevens’ Elf wackelte weiter, aber Kießling vergab noch eine Riesen-Kopfballchance in der 87. Minute.

          Weitere Themen

          Leverkusen ist zu klein für die Großen

          0:2 gegen Juventus : Leverkusen ist zu klein für die Großen

          Bayer spielt im neuen Jahr international nur noch in der Europa League. Die Werkself bekommt keine Schützenhilfe aus Madrid, trifft selbst nicht – und kassiert dann noch zwei Tore durch die Stürmerstars von Juventus.

          Topmeldungen

          Thunberg setzt Segel-Trend : Per Anhalter über die Weltmeere

          Wie Greta Thunberg die Meere zu besegeln, ist für junge Abenteurer das neue Rucksackreisen. Viele Bootsbesitzer sind von den teils penetranten Anfragen aber schon genervt. Und der Trip über den Ozean kann schnell zur Tortur werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.