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Hoeneß und Rummenigge : Bayerns Doppelspitze geht weiter

Ein steifer Händedruck der Alphatiere: Uli Hoeneß (links) und Karl-Heinz Rummenigge Bild: EPA

Uli Hoeneß geht beim FC Bayern. Doch Karl-Heinz Rummenigge dürfte das Gefühl haben, sein Vorgänger sei noch da. Um ihn werden nun Männer sein, die Hoeneß ausgesucht hat – und die seinem alten Kompagnon auf die Finger schauen.

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          Die Doppelspitze, in der Politik lange als Notlösung verpönt, kommt langsam in Mode, dank ihres Erfolges bei den Grünen. Bei den Roten, denen im Fußball, ist sie das schon lange. Das hat man lange Zeit gern übersehen und lieber auf die natürlichen Differenzen zwischen zwei „Alphatieren“ geschaut, wie Uli Hoeneß sich und Karl-Heinz Rummenigge nennt. Seit dem damaligen Manager und allmächtigen Macher 1991 der frühere Mitspieler Rummenigge als Vizepräsident und späterer Vorstandsvorsitzender an die Seite gestellt wurde, schien es oft schwer vorstellbar, dass diese Doppelspitze solch unterschiedlicher Typen lange halten könnte. Sie hat 28 Jahre gehalten. Es wurden die besten in der Geschichte des FC Bayern.

          Konstellationen, in denen die Machtfrage, die Definition dessen, der das letzte Wort hat, nicht klar geregelt ist, scheitern, ob in einer Partei oder einer Bäckerei oder eben einem Fußballklub, oft an mangelnder Entscheidungsfähigkeit. Bei Hoeneß und Rummenigge nicht. Man raufte sich zusammen. Eine Willensleistung.

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