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Hoeneß droht Podolski : „Dann wird er es hier nicht schaffen“

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„Die nächste Stufe muss jetzt zünden”, fordert Hoeneß von Podolski Bild: AP

Uli Hoeneß hat den Druck auf Lukas Podolski bei Bayern München erhöht. „Er hat noch nichts erreicht“, kritisierte der Manager den Nationalstürmer vor der Partie am Abend gegen Cottbus. Im Verein ist der 22-Jährige hinter Miroslav Klose und Luca Toni nur die Nummer drei.

          Mit erstaunlich offener Kritik hat Manager Uli Hoeneß den Druck auf Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski beim FC Bayern München erheblich erhöht. „Wenn er seine Einstellung nicht gravierend ändert, dann wird er es hier nicht schaffen“, sagte Hoeneß der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem Bundesliga-Heimspiel des Tabellenführers am Mittwoch gegen Energie Cottbus.

          Mit seiner öffentlich geäußerten Kritik will Hoeneß offenbar beim „smarten, lieben, netten“ Podolski eine Reaktion provozieren. „Lukas muss jetzt böse werden“, forderte der Manager, der mehr Verbissenheit des 22-Jährigen im knallharten Konkurrenzkampf mit den neuen Münchner Topstürmern Miroslav Klose und Luca Toni erwartet.

          „Die nächste Stufe muss jetzt zünden“

          „Wenn ich in einem Interview lese, dass er meint, er muss nichts mehr beweisen, dann muss ich sagen: Fehleinschätzung! Ganz im Gegenteil: Er muss etwas beweisen. Er hat nämlich noch nichts erreicht“, sagte der Bayern-Manager an die Adresse von Podolski und kündigte seitens der Verantwortlichen beim Bundesliga-Tabellenführer an: „Jetzt wird die Phase kommen, in der wir ihn härter anfassen.“

          Den „smarten, lieben, netten” Podolski mag der Manager nicht mehr sehen

          Hoeneß bescheinigte Podolski neben einem tadellosen Charakter immerhin auch, nach seiner mehrmonatigen Knieverletzung „toll gearbeitet“ zu haben, aber: „Jetzt kommt die nächste Stufe, und die muss jetzt zünden. In den nächsten sechs bis acht Monaten, da muss sich zeigen, ob er das schafft oder nicht. Er ist bald anderthalb Jahre hier. Im zweiten Jahr muss er kommen.“

          „Nur eine starke Waffe ist zu wenig“

          Der im Sommer 2006 für rund 10 Millionen Euro vom 1. FC Köln zum FC Bayern gewechselte Podolski hatte sein erstes Jahr in München vor kurzem selbst als enttäuschend bezeichnet: „Das war nix.“ Nach seinem Torerfolg beim 3:1-Sieg der Nationalmannschaft im Test-Länderspiel vor zwei Wochen in Köln gegen Rumänien hatte er aber selbstbewusst angekündigt, jetzt auch im Verein „voll angreifen“ zu wollen. Er sehe sich in München „nicht als Stürmer Nummer 3“ hinter Klose und Ton, sagte er zudem in einem Interview.

          Auffällig ist allerdings die Diskrepanz zwischen den vielen Toren des 22-Jährigen im Nationalteam (23 in 40 Länderspielen) und beim FC Bayern (nur 4 in 25 Bundesligapartien). Hoeneß fordert, dass sich der noch bis 2010 unter Vertrag stehende Podolski mehr in seine Aufgaben in München „hineinquält“. Der Nationalstürmer müsse sich zudem qualitativ verbessern, meint der Manager: „Ihm kann man leicht den Ball abnehmen. Er hat nur eine starke Waffe, sein linkes Bein, das ist zu wenig.“

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