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Hoeneß-Ansage an Bayern-Profis : „Gegen Dortmund muss geliefert werden“

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Nimmt die Spieler in die Pflicht: Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß Bild: dpa

Mit dem FC Heidenheim haben die Bayern so ihre Probleme. Der Sportdirektor ist deshalb vor dem großen BVB-Duell „nachdenklich“. Der Präsident nimmt die Spieler in die Pflicht und spricht von der Meisterschaft.

          Der Pokal-Wahnsinn gegen Heidenheim hatte auch Vereinspatron Uli Hoeneß auf der Tribüne emotional mitgenommen. Der Zittersieg des FC Bayern München auf der vorletzten Etappe zum Endspiel in Berlin änderte beim Präsidenten freilich nichts an der Erwartungshaltung für das alles überstrahlende Meisterschaftsduell mit Borussia Dortmund. „Am Samstag, 18.30 Uhr, darf es keine Ausreden geben. Da muss gegen Dortmund geliefert werden“, sagte der 67-jährige Hoeneß.

          Ob der „Clasico“ (im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) das fesselnde 5:4 (1:2) gegen die furios aufspielenden Zweitliga-Kicker des 1. FC Heidenheim um den dreifachen Torschützen Robert Glatzel emotional noch toppen kann, scheint kaum vorstellbar. „Solch ein Spiel wird man nicht zweimal in einer Woche spielen, da können Sie sicher sein“, meinte Trainer Niko Kovac. „Dass Uli Hoeneß den Anspruch hat, Meister zu werden und gegen Dortmund zu gewinnen, erhöht den Druck nicht“, sagte Kovac am Donnerstag zu der Forderung: „Ich will dieses Spiel auch unbedingt gewinnen.“

          Aber der Liga-Hit, in dem der Serienmeister den schwarz-gelben Rivalen am 28. Spieltag wieder vom Bundesliga-Thron stürzen will, ist der Fußballabend, der die nationalen Kräfteverhältnisse neu ordnen könnte. „Das ist das geilste Spiel der Saison, darauf wartet ganz Deutschland“, verkündete Nationalspieler Leon Goretzka.

          Auch für Hoeneß kommen die 90 Minuten der Wahrheit am Samstag: „An eine Niederlage denke ich gar nicht. Wir müssen gewinnen, dazu gibt es für mich keine Alternative.“ Es geht um Platz eins. Aber Hoeneß geht es auch um ein Statement nach dem 3:2 des BVB in der Hinrunde. „Wenn wir nicht gewinnen, würde ich zwar trotzdem gerne deutscher Meister werden, aber dann hätten wir es nicht mehr ganz so verdient, weil wir ja auch im Hinspiel das Nachsehen hatten. Unsere Mannschaft muss mit einem Sieg gegen Dortmund zeigen, dass sie Meister werden will.“

          Sieg, Unentschieden, Niederlage – an eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft glaubt Hoeneß nicht, auch wenn der BVB „im Moment“ bei zwei Punkten Vorsprung „einen kleinen Vorteil“ besitze. „Jetzt wird es ein ganz enger Fight bis zum Saisonende, egal, wie das direkte Duell ausgeht“, sagte der 67 Jahre alte Präsident.

          Im Münchner Erfolgsfall wäre auch egal, was gegen Heidenheim alles schief lief. „Vielleicht hatten wir schon den Kopf beim Samstag und haben deswegen solche Probleme bekommen“, rätselte Bayern-Retter Lewandowski: „Wir haben etwas zu locker gespielt.“ Kovac beklagte „ein wildes, ein offenes Spiel, was ich in der Form nicht mag“. Immerhin gab es am Donnerstag zwei Lichtblicke für die defensive Wehrhaftigkeit: Manuel Neuer bestand einen Belastungstest und dürfte gegen den BVB im Tor stehen. Auch David Alaba kann wieder links hinten verteidigen.

          Noch sind – nach dem internationalen K.o. gegen den FC Liverpool in der Champions League – zwei Titel möglich. Im Pokal trennt die Bayern noch ein Erfolg vom Endspiel am 25. Mai in Berlin. RB Leipzig, Werder Bremen und der Hamburger SV sind die möglichen Gegner. Der einzige, der vor der Auslosung am Sonntag in der ARD-Sportschau in den Köpfen steckt, heißt aber Dortmund. „Wir wissen, was wir am Samstag zu tun haben“, tönte Müller. Auch Lewandowski weiß, worum es geht: „Der Sieger macht einen großen Schritt nach vorne zum Meistertitel.“

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