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007-Thriller bei Hertha BSC : Der Spion, der mich liebte

Viel Wind um Nichts: Hertha-Investor Lars Windhorst Bild: dpa

Ränkespiele, Spionage und eine in Israel gebuchte Kampagne, um den Präsidenten von Hertha BSC abzusägen? In Berlin geht's beinahe zu wie bei James Bond. Nicht schlecht, Big City Club, nicht schlecht.

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          Nicht schlecht, Big City Club, nicht schlecht. Die ganze Agenten-Journalisten-Präsidenten-Rauswurf-Chose nicht etwa über den – nichts Persönliches, Kollegen – doch immer etwas provinziellen Hauptstadtboulevard geschickt. Sondern wirklich mal Champions League. Breaking news und Remmidemmi, aber bitte in Nadelstreifen: im nobelsten Blatt Londons.

          Lasst Werders Fischköppe wie Lachse spielen, Hertha-Geschichten werden auf Lachsfarben gedruckt. In der Financial Times, dit is Berlin. Quatsch, sorry. This is Berlin. Ränkespiele, Spionage und eine in Israel gebuchte Kampagne, um den Präsidenten Nebenbu, pardon, Gegenbauer abzusägen? Wenn schon, denn schon: Englischkenntnisse erforderlich.

          Wer in der Hinsicht nicht up to date ist oder es sich einfach machen will, horst, verdammt, hört einfach auf den Investor. Viel Wind um Nichts, klar. Die ganze Story: „kompletter Unsinn“. Die Klage vor dem Gericht in Tel Aviv, auf die sich die sich der Hertha-007-Thriller stützte: zurückgezogen.

          Was für ein Cliffhanger. Keene Haare uff’m Kopp, aba’n Kamm inner Tasche. War immer schon das schönste Berliner Sprichwort.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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