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Nach Blamage im DFB-Pokal : Hertha BSC fürchtet bereits das erste Tief

  • Aktualisiert am

„Wir haben mehrere hundertprozentige Chancen nicht verwandelt“, urteilte Kevin-Prince Boateng (links) nach dem Pokalspiel mit Hertha BSC. Bild: dpa

Aus in der ersten Runde gegen den Zweitligaklub Eintracht Braunschweig: Hertha BSC verabschiedet sich früh aus dem DFB-Pokal. Und zum Bundesliga-Start steht nun ausgerechnet das Derby gegen Union Berlin an.

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          Nach den wieder einmal früh geplatzten Träumen von einem Heim-Finale im Pokal droht Hertha BSC beim Bundesliga-Auftakt direkt das erste Stimmungstief. Eine weitere Niederlage nach den drei Pleiten in der vergangenen Saison im brisanten Hauptstadtderby dürfte den Berlinern gehörig aufs Gemüt schlagen. Trainer Sandro Schwarz weiß, was er bis Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) zum Ligaauftakt beim 1. FC Union zu tun hat.

          „Wir haben sehr einfache Gegentore bekommen. Wir werden der Mannschaft zeigen, was wir – gerade in diesen Momenten – nicht gut verteidigt haben“, sagte er. In Köpenick erwarte die Hertha „ein anderes Spiel, eine andere Aufgabe“, prophezeite Schwarz.

          Mit der peinlichen Pleite im Elfmeterschießen (4:4, 2:2, 2:0) am Sonntagabend bei Zweitliga-Rückkehrer Eintracht Braunschweig und zuletzt drei Testspielniederlagen im Trainingslager in England befindet sich Hertha aber schon wieder in einer durchaus angespannten Situation. Und das mitten in den Feierlichkeiten zum 130. Vereinsgeburtstag.

          Bundesliga

          „Nun müssen wir regenerieren und uns auf das Derby vorbereiten“, sagte Abwehrspieler Marvin Plattenhardt. Mut hätten ihnen die Fans dafür zugesprochen, betonte er auch noch.

          Nach den beiden Niederlagen in der Meisterschaft, der Niederlage im Pokal, dem Abschneiden der Unioner in der Liga mit dem Erreichen der Europa League und dem eigenen sportlichen Überlebenskampf samt Führungszoff im Verein braucht die Hertha erst recht im Berliner Duell mal wieder einen Sieg.

          Die Herthaner sahen in Braunschweig dank eines souveränen Auftritts in der ersten Halbzeit zunächst wie der klare Sieger aus. Zu Beginn der zweiten Hälfte kippte das Spiel aber.

          Plattenhardt, der einen Elfmeter verschoss, versuchte optimistisch auf das Berliner Derby zu blicken: „Es war nicht alles schlecht, da war auch viel Positives dabei. Im Endeffekt sind wir ziemlich enttäuscht, dass wir nicht weitergekommen sind, aber nichtsdestotrotz können wir daraus lernen.“

          In einer kurzen Trainingswoche will Schwarz vor allem das Augenmerk auf die Abwehrarbeit legen. „Wir haben ein sehr gutes Gesicht gezeigt über 50, 55 Minuten“, sagte der Coach. „Und dann haben wir auch wieder ein Gesicht gezeigt, wo wir zu einfache Gegentore bekommen haben. Das wird die Aufgabe sein, das zu analysieren – und auch gute Dinge aus dem Spiel herauszunehmen.“ Aber auch in der Offensive war mehr drin. „Wir haben mehrere hundertprozentige Chancen nicht verwandelt, die müssen wir machen, sonst wird es schwierig“, sagte Routinier Kevin-Prince Boateng.

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