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2:1 gegen Augsburg : Hertha BSC darf erstmal tief durchatmen

  • Aktualisiert am

Mit vereinten Kräften schafft die Hertha noch einen Sieg über Augsburg. Bild: dpa

Der „Big-City-Club“ in spe bejubelt einen ganz wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Das Spiel gegen Augsburg fängt ganz schlecht an und endet mit einem späten Elfmeter.

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          Dodi Lukebakio hat die Nerven behalten und Hertha BSC den ersehnten Sieg im Abstiegskampf beschert. Der Belgier verwandelte in der 88. Minute gegen den FC Augsburg einen Foulelfmeter zum 2:1 (0:1)-Erfolg. Gegen den Lieblingsgegner von Pal Dardai schafften die Berliner damit wie vom Trainer klar gefordert nach neun vergeblichen Versuchen wieder einen Sieg in der Fußball-Bundesliga und haben wieder mehr Luft im Abstiegskampf.

          Bundesliga

          Hertha-Stürmer Krzystof Piatek (62. Minute) hatte zuvor die frühe Augsburger Führung von Laszlo Benes (2.) ausgeglichen. Während die Hertha zumindest an diesem Wochenende kaum noch auf den Relegationsrang abstürzen kann, verpassten die letztlich zu passiven Augsburger den möglicherweise schon entscheidenden Schritt im Abstiegskampf.

          „Heute ist ein Spiel, das müssen wir gewinnen, dann sind wir auf einem guten Weg“, hatte Hertha-Trainer Dardai kurz vor dem Anpfiff seine Drei-Punkte-Forderung untermauert. Nach 110 Sekunden war die gute Grundstimmung schon wieder dahin. Deyovaisio Zeefuik ließ sich von André Hahn am Strafraumeck überrumpeln. Benes schoss flach ins Eck. Dardai hätte wohl am liebsten einen Fußball-Notruf abgesetzt. Sein Lächeln am Seitenrand wirkte gleich zu Beginn des von ihm zum „Muss-Spiel“ erklärten Auftritts ein bisschen fatalistisch.

          „Größtenteils zu ungefährlich“

          Mit Santiago Ascacibar für den an der Wade verletzten Sami Khedira im Mittelfeld sowie Jhon Cordoba und Piatek als Doppelspitze bestimmten die Berliner nach einer kurzen Schock-Phase die Partie. Cordoba (12.) prüfte den guten Rafal Gikiewicz im Augsburger Tor aus spitzem Winkel. Problematischer für den Polen war ein Schuss von Ascacibar (21.) von der Strafraumgrenze. Von seinem ausgestreckten Fuß flog der Ball aber letztlich hoch über das Tor. Berlin fehlt seit Wochen die Konsequenz im Abschluss. Augsburg hätte durch Florian Niederlechner (38.) fast noch erhöht. Sein Kopfball sprang an den Pfosten.

          „Wir haben viel Ballkontakt, das nützt uns aber nicht. Vorne sind wir größtenteils zu ungefährlich, hinten bekommen wir einfache Tore“, monierte Sportdirektor Arne Friedrich in der Pause bei Sky. Er klang schon ein bisschen ratlos. Schwer sei die Lage zu erklären. „Wir erzählen seit Wochen das Gleiche.“

          Für Cordoba und Piatek setzte sich das erstaunliche Stürmer-Pech erstmal fort. Einen Schuss des Kolumbianers (46.) parierte Gikiewicz stark. Der Pole (50.) verfehlte das Tor aus kurzer Distanz knapp. Doch die Hertha ließ nicht mehr locker. Angriff um Angriff wurde Richtung Augsburger Tor vorgetragen. Und nach einer Stunde köpfte Piatek den Ball für den diesmal machtlosen Gikiewicz ein.

          Lukebakio übernahm dann spät Verantwortung und schoss den Strafstoß nach einem Foul von Mads Pedersen an Lucas Tousart sicher ein. Dardai blieb somit im zehnten Spiel als Trainer gegen Augsburg ungeschlagen. Wichtiger als die Serie war dem Ungarn der erste Sieg seiner zweiten Trainer-Amtszeit bei der Hertha.

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