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3:1 gegen Düsseldorf : Die Hertha verdirbt Friedhelm Funkel das Jubiläum

  • Aktualisiert am

Heimsieg: Hertha BSC Berlin gewinnt gegen Düsseldorf. Bild: dpa

Im 500. Spiel als Bundesligatrainer bekommt Friedhelm Funkel nichts geschenkt: Nach einer frühen Führung verliert seine Düsseldorfer Fortuna noch verdient bei Hertha BSC. Die Berliner korrigieren mit dem dritten Sieg in Serie ihren Fehlstart.

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          Friedhelm Funkel konnte nach seinem 500. Spiel als Trainer in der Bundesliga nicht jubeln. Hertha BSC verdarb dem 65 Jahre alte Düsseldorfer Fußballlehrer das Jubiläum und beendete gegen die Fortuna eine fast 40-jährige schwarze Serie. Der Hauptstadtlklub setzte sich zum Start des 7. Spieltages mit 3:1 (2:1) durch und gewann erstmals seit dem 8. Dezember 1979 wieder in der ersten Liga gegen die Rheinländer. Vedad Ibisevic (37. Minute) und Javairo Dilrosun (44.) mit ihren jeweils dritten Saisontoren sowie Vladimir Darida (62.) sorgten am Freitagabend für den ungefährdeten dritten Hertha-Erfolg in der laufenden Spielzeit nacheinander. Rouwen Hennings hatte die Gäste vor 37.128 Zuschauern im Olympiastadion mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht (32.).

          Bundesliga

          Funkel, der am 8. Juni 1991 mit Bayer Uerdingen auch sein erstes Bundesligaspiel gegen Hertha bestritt, hatte am verregneten Freitagabend nicht viel Freude an der Seitenlinie. Zum sechsten Mal in Serie gab es für sein Team keinen Sieg. „Unser Zweikampfverhalten war nicht gut. Wir hatten viel zu viele Nachlässigkeiten, an denen wir in der Länderspielpause sehr, sehr hart arbeiten werden“, sagte Funkel bei DAZN. „Und dann wird die Mannschaft zurückkommen.“

          Von Herbst 2009 bis 2010 war er auch kurzzeitig Coach bei der Hertha gewesen. Der aktuelle Berliner Trainer Ante Covic hatte Vedad Ibisevic nach dessen zwei Jokertoren in Köln wieder in die Startformation berufen, Davie Selke und Millionen-Zugang Dodi Lukebakio, der im Vorjahr 14 Treffer für die Fortuna erzielte, nahmen zunächst auf der Bank Platz.

          Fortuna führt dank Elfmeter

          Hertha zeigte sich nach den beiden ersten Saisonsiegen gegen Paderborn (2:1) und in Köln (4:0) im eigenen Wohnzimmer als das aktivere Team, suchte mit Selbstvertrauen den Weg Richtung Gäste-Tor. Kapitän Ibisevic schoss über das Tor (5.), der von Borussia Dortmund geliehene Marius Wolf scheiterte per Kopfball. Auch Javairo Dilrosun zeigte dreimal in guter Position nicht entschlossen genug.

          Für die erste Aufregung im Hertha-Strafraum sorgte nach 25 Minuten ein vermeintliches Foul von Maximilian Mittelstädt an Lewis Baker, doch nach Eingriff des Video-Assistenten entschied Schiedsrichter Martin Petersen zum Ärger des wild gestikulierenden Jubilars Funkel nicht auf Elfmeter. Sechs Minuten später aber zeigte der Referee auf den Punkt, als Herthas Neuzugang Dedryck Boyata dem Fortuna-Kapitän Oliver Fink im Strafraum auf den Fuß trat: Den fälligen Elfmeter verwandelte Rouwen Hennigs zu seinem vierten Saisontreffer.

          Kein Jubiläumsgeschenk: Friedhelm Funkels muss im 500. Spiel als Bundesligatrainer eine Niederlage mit der Fortuna verkraften.

          Doch Hertha war aber um eine Antwort verlegen und belohnte sich für den hohen Offensiv-Aufwand. Eine schöne Eingabe von Wolf verwertete Kapitän Ibisevic im klassischen Mittelstürmer-Stil (37.). Es war das 123. Bundesliga-Tor des Bosniers, sein erstes gegen die Fortuna. Und auch beim 2:1 der Berliner, diesmal von Darida vorbereitet, ließ die Düsseldorfer Innenverteidigung Herthas Dilrosun frei zum spektakulären dritten Saison-Treffer einschießen.

          Für die Vorentscheidung durfte Spielmacher Darida selbst sorgen. Nach Pass des kurz zuvor eingewechselten Lukebakio schob er locker zum 3:1 ein. Mit mehr Ballbesitz hatten die Berliner das Match danach jederzeit unter Kontrolle. Ihr bisheriger Angstgegner Düsseldorf - die zurückliegenden vier Begegnungen hatte die Fortuna gewonnen - muss sich mit nur vier Punkten auf Platz 14 nun voll auf den Abstiegskampf konzentrieren. Hertha rückte nach neun Punkten aus den letzten drei Spielen als Zehnter näher an die obere Hälfte der Tabelle heran.

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