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0:0 gegen Schalke : Schwere Fußballkost in Berlin

  • Aktualisiert am

Das Duell zwischen Hertha und Schalke war nichts für Feinschmecker. Bild: EPA

Hertha und Schalke zeigen ein mäßiges Duell und trennen sich 0:0. Im Fokus stehen dabei zwei Spieler: der neue Berliner Millionen-Stürmer Piatek und der königsblaue Torwart Alexander Nübel nach seiner Sperre.

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          Jürgen Klinsmann trauerte der verpassten Großchance kurz vor dem Schlusspfiff nach. „Wenn der reingeht...“, murmelte der Coach von Hertha BSC nach dem 0:0 im Duell mit dem FC Schalke 04 bei der mit Spannung erwarteten Rückkehr von Alexander Nübel ins Gäste-Tor. Der 23-Jährige blieb beim ersten Auftritt seit Ankündigung seines Wechsels zum FC Bayern im Sommer beschäftigungslos, wäre aber beim Schuss von Maximilian Mittelstädt Sekunden vor dem Abpfiff, der knapp am Pfosten vorbeistrich, wohl machtlos gewesen.

          Bundesliga

          In einer lange Zeit mäßigen Partie hatte das Gäste-Team von Trainer David Wagner die besseren Chancen, blieb aber auch das vierte Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga nacheinander ohne Dreier. Nach dem 0:5 in München zeigte sich Schalke gefestigt, verpasste jedoch einen Sprung Richtung Champions-League-Plätze. „Für uns war es wichtig, eine Reaktion auf das Bayern-Spiel zu zeigen“, sagte Daniel Caligiuri. „Wir haben null Gegentore kassiert, das ist positiv.“

          Bei Hertha gab 23-Millionen-Euro-Neuzugang Krzysztof Piatek vom AC Mailand vor 47.863 Zuschauern in der 63. Minute sein Debüt und war direkt der auffälligste Herthaner. Auch der Pole konnte aber nicht verhindern, dass der Hauptstadtklub weiter im Abstiegskampf steckt. „Er hat es gut gemacht. Er ist ein guter Spieler und wird uns noch helfen“, sagte Hertha-Kapitän Per Skjelbred . Am Dienstag treffen beide Teams im Pokal-Achtelfinale auf Schalke erneut aufeinander.

          Nübel bekam bei seinem ersten Einsatz nach seiner Rotsperre wegen eines Kung-Fu-Tritts kaum etwas zu tun. Klinsmann hatte seinem Team wieder die wenig attraktive, aber zuletzt mehrfach erfolgreiche defensive Grundhaltung verordnet: Die Berliner zogen sich weiter zurück und überließen Schalke die Initiative.

          Doch die Knappen wussten mit diesen Freiheiten nur wenig anzufangen. Es fehlten Ideen und Durchschlagskraft, die Fernschüsse von Suat Serdar (18. Minute) und Michael Gregoritsch (20.) waren zu harmlos. Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde kam nach und nach etwas mehr Schwung in die Partie. Die größte Chance für die Hertha vergab Marius Wolf, dessen Direktabnahme aus 15 Metern am Tor vorbeirauschte (24.). Die kostspielige Berliner Einkaufstour mit Transferausgaben von mehr als 75 Millionen Euro blieb zunächst ohne sichtbare Wirkung. Von den Neuzugängen stand nur Santiago Ascacibar in der Startelf.

          Die Schalker waren am gefährlichsten, wenn sie Platz hatten und Tempo aufnehmen konnten. Im Passspiel war der Revierclub aber meist zu unpräzise. Dedryck Boyata und Jordan Torunarigha verteidigten in der Hertha-Defensive rigoros und souverän. Für Nationalverteidiger Niklas Stark, der zuletzt wie auch Arne Maier die Möglichkeit eines Wechsels ausgelotet hatte, blieb erneut nur ein Platz auf der Bank.

          Die größte Schalker Chance des ersten Durchgangs machte der gute Berliner Keeper Rune Jarstein zunichte. Einen abgefälschten Schuss von Weston McKennie lenkte er noch mit den Fingerspitzen über den Kasten (45.+1). Beide Teams kamen dann mit etwas mehr Schwung aus der Pause, spielerische Highlights blieben aber Mangelware. Schalkes Benito Raman, dem Hertha-Verteidiger Boyata den Ball im Strafraum in die Füße gespielt hatte, hätte die Führung erzielen können. Der Belgier scheiterte aber aus spitzem Winkel an Jarstein (58.).

          Neuzugang Piatek war nach seiner Hereinnahme direkt bester Berliner, ein Torerfolg gelang aber auch dem Polen nicht. Einen Kopfball nach einer Ecke konnte er nicht entscheidend drücken (73.).

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