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Hertha-Chef Carsten Schmidt : „Ich bin gar nicht weit mit Fredi Bobic“

  • Aktualisiert am

Wo geht es für Fredi Bobic weiter? Bild: EPA

Sportvorstand Fredi Bobic möchte Eintracht Frankfurt verlassen. Als Ziel wird Berlin vermutet. Hertha BSC geht mit dem Thema defensiv um. Und ein möglicher Bobic-Nachfolger winkt erstmal ab.

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          Hertha-Chef Carsten Schmidt hat Gespräche mit Eintracht Frankfurts scheidendem Sportvorstand Fredi Bobic über eine Zukunft in Berlin dementiert. „Ich bin gar nicht weit mit Fredi Bobic, weil ich gar nicht das Mandat habe, mit einem zukünftigen Sportmanager Gespräche zu führen, und ich habe auch keine Gespräche mit niemandem geführt“, sagte der Leiter der Geschäftsführung des Berliner Fußball-Bundesligavereins vor der Partie am Samstag gegen den FC Augsburg (2:1) beim Sender Sky. Auch sonst gab es aus Berlin keine offiziellen Aussagen zur Personalie Bobic.

          Bundesliga

          Bobic hatte Anfang der Woche seinen Abschied aus Frankfurt angekündigt. Er gilt als Wunschkandidat der Berliner für die Nachfolge von Manager Michael Preetz. Formal wird der Sport-Geschäftsführer bei der Hertha vom Präsidium ausgewählt. Schmidt und Bobic haben ein gutes Verhältnis zueinander. Energisch trat Schmidt Gerüchten entgegen, der Bobic-Abschied sei aus Berlin an Medien lanciert worden. „Da ist nichts dran. Ich kann deutlich sagen, dass wir uns hier mit Personalfragen überhaupt nicht beschäftigen. Wir haben ganz andere Aufgaben, gerade im sportlichen Bereich“, sagte der ehemalige Sky-Chef.

          Laut Schmidt gibt es bei den Berlinern trotz der sportlichen Krise noch keine Planungen für ein Abstiegsszenario. „Wir konzentrieren uns voll auf das Gewinnen von Fußballspielen. Der Zeitpunkt ist bei Weitem noch nicht gekommen. Wir haben alles in der eigenen Hand“, sagte Schmidt. „Ich weiß um die Möglichkeiten, die diese Mannschaft in der Qualität auch hat. Von daher stellt sich das Thema zweite Liga planerisch heute auch nicht. Aber ich habe auch für mich selber das Szenario im Hinterkopf und wir werden rechtzeitig, wenn es sein muss, darauf vorbereitet sein“, sagte der 57-Jährige.

          Für Sportvorstand Jonas Boldt vom Fußball-Zweitligaverein Hamburger SV ist ein Wechsel zu Bundesligaklub Eintracht Frankfurt momentan kein Thema. „Solange hier die Möglichkeit besteht, dass wir hier etwas trotz der weiterhin vorhandenen Schwierigkeiten voranbringen können, habe ich große Lust, beim HSV zu arbeiten“, sagte er am Samstag im Interview des TV-Senders Sky. Der 39-Jährige soll als möglicher Nachfolger von Bobic gehandelt worden sein, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete. Auch der frühere Eintracht-Profi Christoph Spycher schloss einen Wechsel zum hessischen Klub aus.

          „Meine Vita zeigt, dass ich durchaus längerfristig an einem Ort bleiben kann“, sagte Boldt. Der 39-Jährige hat seinen Vertrag beim Hamburger SV erst im November vergangenen Jahres bis Sommer 2023 verlängert. „Ich bin bewusst von einem Champions-League-Verein zum Hamburger SV gewechselt und habe bewusst im Sommer die Flinte nicht ins Korn geworfen“. Boldt ist seit Mai 2019 beim HSV, der aktuell Vierter in der zweiten Liga ist. Zuvor war er Sportdirektor bei Bayer Leverkusen.

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