https://www.faz.net/-gtm-9uhde

Fußball-Bundesliga : Die mutige Kampfansage des FC Bayern

  • Aktualisiert am

Forsche Töne aus München: Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic Bild: dpa

Die Münchner freuen sich in der Champions League auf den FC Chelsea, gegen den sie im „Finale dahoam“ 2012 verloren. Vorher gibt es im Jahresendspurt der Bundesliga aber noch forsche Töne an die Konkurrenz.

          2 Min.

          Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat vor dem Jahresendspurt eine Kampfansage des FC Bayern München an die Titelkonkurrenten in der Fußball-Bundesliga gerichtet. „Wir greifen voll an“, sagte Salihamidzic am Montag auch schon mit Blick auf die Rückrunde 2020: „Ich bin mir sicher, die Meisterschaft geht nur über Bayern München.“ Der Serienmeister der vergangenen sieben Jahre belegt vor den letzten zwei Hinrundenpartien in dieser Woche Platz fünf mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter RB Leipzig.

          Bundesliga

          Im letzten Auswärtsspiel des Jahres beim SC Freiburg müssen die Bayern am Mittwoch (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) ohne Leon Goretzka antreten. Der 24 Jahre alte Nationalspieler fällt wegen muskulärer Probleme aus, wie Trainer Hansi Flick am Montag nach dem Training des Rekordmeisters mitteilte. Dafür kehrt Javi Martínez nach seiner Sperre beim 6:1 gegen Werder Bremen als Option für die Abwehr in den Kader zurück.

          Ungewiss ist noch, ob der angeschlagene französische Weltmeister Corentin Tolisso in Freiburg wieder zur Verfügung stehen wird. „Die Spielerdecke wird nicht ganz so aufgefüllt“, sagte Flick. Den Kader wird er abermals mit einigen Nachwuchskräften auffüllen. Nach einem Disput zwischen Joshua Kimmich und Jérôme Boateng während des Bremen-Spiels hat Flick der Mannschaft intern mitgeteilt, welches Verhalten er auf dem Platz „praktiziert sehen“ möchte. „Fußball ist Emotion. Ich habe meine Meinung gesagt.“ Details verriet er nicht.

          Die Freiburger liegen nach 15 Spieltagen nur zwei Punkte hinter den Bayern auf Rang sechs. Flick äußerte sich in höchsten Tönen über die Arbeit seines Trainerkollegen Christian Streich: „Was Christian dort geleistet hat, ist phänomenal. Er entwickelt die Mannschaft kontinuierlich.“

          Die Münchner schauen derweil nicht nur auf die Rückrunde der Bundesliga, sondern auch auf die nächste Aufgabe in der Champions League. Wie die Auslosung am Montag ergab, bekommen es die Bayern mit dem FC Chelsea zu tun. Erinnerungen werden wach an das verlorene „Finale dahoam“ 2012, als die Engländer sich den Titel im Elfmeterschießen in München holten. „Klar, mit der Mannschaft, die wir haben, stellen wir uns der Aufgabe“, sagte Salihamidzic. „Wir wollen absolut ins Viertelfinale kommen. Ich glaube, das ist ein Gegner, der schwierig ist, aber wir wollen natürlich weiterkommen.“

          „Wir freuen uns auf London, wir haben dort schon gute Erfahrungen gemacht“, sagte Kapitän Manuel Neuer mit Blick auf den 7:2-Sieg in der Gruppenphase bei Tottenham Hotspur. Chelsea sei „eine gefährliche Mannschaft. Wir müssen sie ernst nehmen und zweimal mit einer hochkonzentrierten Leistung in die Spiele gehen. Wir waren sehr gespannt und sind glücklich, gegen eine attraktive und gute Mannschaft spielen zu dürfen. Ich denke, dass wir mit gesundem Selbstvertrauen in die Spiele gehen können. Wir haben eine klasse Gruppenphase gespielt, haben auch dominant die Gruppe angeführt und Erfahrungen mit einer englischen Mannschaft gemacht, mit Tottenham. Die Jungs auf der Insel wissen, dass wir da sind. Die Mannschaften in Europa haben Respekt vor uns, das merkt man, wenn man international unterwegs ist. In der Bundesliga haben wir noch ein bisschen was gut zu machen. International sind wir in Topform, das haben wir auch gezeigt.“

          Auch Hansi Flick ist optimistisch, zumal nach der ersten Partie am 25. Februar in London das Rückspiel am 18. März im eigenen Stadion stattfindet: „Im Achtelfinale gibt es keine leichten Gegner. Klar ist es unser Ziel, dass wir das Viertelfinale erreichen. Wir müssen konzentriert an die Sache herangehen“, sagte der Trainer. „Ich mache mir aber definitiv noch keine Gedanken über Spieler bei Chelsea. Das Spiel am Mittwoch gegen Freiburg geht mir aktuell im Kopf herum.“ Gespannt ist auch Nationalspieler Serge Gnabry: „Das ist ein gutes Los, das werden gute Spiele. Im Stadion von Chelsea herrscht eine gute Atmosphäre. Wir freuen uns darauf. Durch meine Historie bei Arsenal ist es immer etwas Besonderes, auf eine Mannschaft aus London zu treffen.“

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Topmeldungen

          Tesla-Chef Elon Musk steht vergangenen September auf der Baustelle der Tesla Gigafactory in Brandenburg.

          Tesla-Chef : Musk gibt Bitcoin wieder Aufwind

          Ein Tweet reicht von ihm reicht für deutliche Kursausschläge: Elon Musk deutet an, Bitcoin sei als Zahlungsmittel für Tesla noch nicht gestorben. Prompt schießen Kryptowährungen in die Höhe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.