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Münchner Sportchef : Ein Ritterschlag für Salihamidzic beim FC Bayern

  • Aktualisiert am

Hasan Salihamidzic hat seinen Wert als Sportchef des FC Bayern bewiesen. Bild: dpa

Als Hasan Salihamidzic in München als Sportdirektor begann, wurde er teilweise belächelt. Nun erhält er für seine Arbeit beim FC Bayern ein großes Lob. Das liegt nicht nur am Millionen-Transfer von Leroy Sané.

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          Nach den Verpflichtungen von Leroy Sané, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel sehen sich die Bosse des FC Bayern darin bestätigt, auf Sportchef Hasan Salihamidzic gesetzt zu haben. Der ehemalige Profi ist seit 2017 Manager in München, Anfang Juli 2020 stieg er vom Sportdirektor zum Sportvorstand auf. „Mit den bisher getätigten Transfers hat Hasan bewiesen, dass er sein Geschäft beherrscht“, sagte Karl-Heinz Rummenigge der „Sport Bild“.

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          Der Vorstandschef lobte den 43-Jährigen zudem für dessen Arbeit beim Nachwuchs des Fußball-Rekordmeisters. „Bei diesem Zwei-Säulen-System sind wir dank Hasan wieder auf einem sehr guten Weg“, sagte er. Salihamidzic war zunächst von einigen Experten belächelt worden. Die Verpflichtung von Nationalspieler Sané von Manchester City, der mit kolportierten rund 50 Millionen Euro deutlich weniger kostete als noch vor einem Jahr, aber war ein großer Erfolg für den Bosnier.

          Laut „Sport Bild“ war es Salihamidzic, der Torhüter Manuel Neuer und Verteidiger David Alaba bei deren hohen Gehaltsforderungen abblitzen ließ. Damit habe er sich Respekt und Anerkennung an der Säbener Straße verschafft. Neuer verlängerte dann seinen Vertrag bis in den Sommer 2023. Bei Alaba, dessen Kontrakt Mitte 2021 ausläuft, ist noch keine Entscheidung gefallen.

          Neben Alaba ist Mittelfeldspieler Thiago der zweite Leistungsträger, der im Sommer den Verein verlassen könnte. Der Spanier will weg und soll sich sogar mit dem FC Liverpool einig sein. Die Bayern aber beteuerten jüngst, dass sich noch kein Verein wegen eines Transfers gemeldet habe. Laut „Sport Bild“ wollen die Münchner den Spielgestalter erst ab einer Ablöse von 30 Millionen Euro abgeben.

          Salihamidzic schloss derweil weitere Verpflichtungen auf dem Transfermarkt nicht aus. „Grundsätzlich geht es immer darum, die Qualität unserer Mannschaft anzureichern oder sie zu stabilisieren. Was das jeweils bedeutet, ist ja abhängig von vielen Faktoren. Das Transferfenster ist bis zum 5. Oktober geöffnet, wir werden bis dahin keine Türe schließen“, sagte Salihamidzic.

          Im Falle eines Abgangs müsste der deutsche Rekordmeister aktiv werden. Die Bayern wollen versuchen, ihren Kader „auch breit aufzustellen“, sagte Salihamidzic. An der Säbener Straße werde zudem auf eine Lösung in den Gesprächen mit Inter Mailand wegen Leihspieler Ivan Perisic gehofft. Derzeit sollen die geforderte Ablösesumme sowie das Gehalt des 31-Jährigen noch zu hoch sein.

          Der FC Bayern hat bisher nach dem Wechsel von Sebastian Hoeneß zu 1899 Hoffenheim in die Bundesliga noch keinen Nachfolger für den bisherigen Amateur-Trainer präsentiert.  Wie der Klub mitteilte, werde man „zeitnah“ über den neuen Coach für die Amateur-Mannschaft in der dritten Liga entscheiden.

          „Wir sind stolz auf das, was auf dem FC Bayern Campus geleistet wird. Wir bilden dort nicht nur junge Spieler aus, sondern auch Trainer. Es ist natürlich schade, dass Sebastian uns verlässt, aber wir haben entschieden, ihm keine Steine in den Weg zu legen“, sagte Salihamidzic. „Sebastian ist ein super Junge, für die Bundesliga und die Spiele in der Europa League wünschen wir ihm mit der TSG alles Gute.“

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