https://www.faz.net/-gtm-9y7sq

Flicks neue Position : Breite Brust bei den Bayern

Die Farbe passt schon: Timo Werner könnte doch noch beim FC Bayern landen. Bild: dpa

Hansi Flick gilt als Fan von Timo Werner, den er sich neben Robert Lewandowski gut vorstellen kann – ein Sturm-Duo mit dem Torpotential 50+x. Die Position, um einen wie Werner, einst in München abgelehnt, durchzusetzen, hat Flick nun.

          2 Min.

          Was sich vor einem halben Jahr noch kaum jemand hätte vorstellen können, war am Ende ganz logisch, ja nur noch eine Frage der Zeit: dass der Mann der Zukunft beim FC Bayern Hans-Dieter Flick heißt. Einer, der noch nie einen Profiklub trainiert hatte, als er im Sommer als Assistent kam – und nun Cheftrainer bis zum Ende der Saison 2023 bleiben soll. Diese erstaunliche Laufzeit dokumentiere laut Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge „unser Vertrauen“. Er hatte Flick schon nach dem 3:0 im Februar beim FC Chelsea – dem Hinspiel in einem Achtelfinale der Champions League, das womöglich nie ein Rückspiel erleben wird – zum 55. Geburtstag einen Stift geschenkt, mit dem man „beim FC Bayern auch Verträge unterschreibt“.

          Das einzig Überraschende war, dass es danach so lange gedauert hat, den Stift einzusetzen. Es wird nicht, wie oft im Vertragspoker bei Fußballklubs, ums Geld gegangen sein. Vielmehr hat Flick das Vertrauen, das er sich in nur wenigen Monaten bei allen, bei Spielern, Bossen und Fans, erarbeitete, wohl für Wichtigeres genutzt: für seinen Einfluss in Entscheidungen über Personal und Strategie.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Streit mit der Bild-Zeitung: Virologe Christian Drosten

          „Bild“ gegen Drosten : Wahrheit im Corona-Style

          Die Kampagne gegen den Virologen Drosten ist sachlich unbegründet, niveaulos und niederträchtig. Sie richtet sich gegen die Wissenschaft. Und damit ist weder der Gesellschaft noch der Politik gedient.
          Lachen für die Kameras: Betriebsratschef Bernd Osterloh und VW-Chef Herbert Diess (rechts) im Oktober 2019 in Wolfsburg

          Osterloh gegen Diess : Das System VW schlägt zurück

          Betriebsratschef Bernd Osterloh wagt den Machtkampf mit VW-Chef Herbert Diess. Hauptkritikpunkte: Sein Führungsstil und die vielen technischen Pannen im Unternehmen.