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Trainer des FC Bayern : Löst Hansi Flick eine Kettenreaktion aus?

  • Aktualisiert am

Mit dem FC Bayern in der Champions League ausgeschieden: Hansi Flick Bild: dpa

Der mögliche Abgang von Münchens Coach Hansi Flick könnte das Trainer-Karussell in der Bundesliga kräftig in Schwung bringen. Es wäre eine Entscheidung mit wohl weitreichenden Folgen.

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          Hansi Flick sei, so schreibt es der kicker, „hin- und hergerissen“. Zwischen einer Fortsetzung seiner erfolgreichen Arbeit bei Bayern München und einer neuen Herausforderung als Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die Zukunft des 56-Jährigen ist derzeit die spannendste Frage in der Fußball-Republik – mit womöglich weitreichenden Folgen für die gesamte Liga.

          Bundesliga

          Denn sollte der „Dominostein“ Flick, den die Aufgabe beim DFB dem Vernehmen nach extrem reizt, erst einmal fallen, könnte es zu einer Kettenreaktion kommen. Schon jetzt dreht sich das Trainer-Karussell in der Bundesliga schnell – Adi Hütter wechselt von Frankfurt nach Gladbach, Marco Rose wiederum von Gladbach nach Dortmund. Doch bei einem Abschied von Flick bei den Bayern würde das Rad noch einmal deutlich Schwung aufnehmen.

          Die mögliche Nachfolge von Flick, den der Streit mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic enorm belastet, ist bereits ein heißes Thema. Und immer wieder fällt in diesem Zusammenhang der Name Julian Nagelsmann, angeblicher Wunschkandidat von Salihamidzic.

          Nagelsmann: „Gab keine Gespräche“

          Doch der 33-Jährige, derzeit noch Trainer beim Bayern-Konkurrenten RB Leipzig, dementierte erst einmal, dass bereits Kontakt nach München besteht. Dies hatte Lothar Matthäus bei Sky behauptet. „Es gab und gibt keine Gespräche. Neue Informanten braucht das Land“, sagte Nagelsmann launig. Sport1 wiederum schreibt, dass RB bei einer Ablöse von 15 bis 20 Millionen Euro mit sich reden lassen würde.

          Wie könnten Alternativen bei den Bayern aussehen – immer vorausgesetzt, dass sich Flick im Sommer nach bislang sechs Titeln verabschiedet? Erik ten Hag, der mit Ajax Amsterdam vor dem Double steht und eine Bayern-Vergangenheit als Trainer der zweiten Mannschaft hat, wurde bereits im November 2019 als Nachfolger von Niko Kovac gehandelt. Es wurde jedoch Flick.

          Aus England gibt es zudem zarte Gerüchte über Liverpools Trainer Jürgen Klopp. Ein Engagement bei den Bayern schon ab Juli ist aber eher unwahrscheinlich. Auch Ralf Rangnick könnte ein Kandidat in München sein.

          Aber nicht nur dort. Schalke sagte er zuletzt bereits ab. Blieben immer noch der DFB – Frankfurt hingegen, wo der 62-Jährige zunächst als Sportdirektor, aber auch als Trainer gehandelt wurde, scheidet nach F.A.Z.-Informationen für Rangnick aus. Weitere Namen bei der Eintracht: Sandro Schwarz (Dynamo Moskau), Roger Schmidt (PSV Eindhoven), Daniel Farke (Norwich City), Gerardo Seoane (Young Boys Bern) und Oliver Glasner (VfL Wolfsburg).

          Glasner? Der Österreicher soll beim VfL zu Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke kein besonders gutes Verhältnis pflegen und zu einem Wechsel tendieren. Glasner wies bisher aber alle Gerüchte zurück. Auch Gladbach hatte Interesse gezeigt. Zudem wird er immer wieder mit seinem früheren Klub Red Bull Salzburg in Verbindung gebracht.

          Dort steht angeblich Trainer Jesse Marsch vor dem Abschied. Der Amerikaner, der von vielen Klubs umworben wird, soll auch Kandidat in Leipzig sein. Für den Fall der Fälle – sollte der Dominostein Flick in München fallen.

          Vakant zur neuen Saison ist auch der Posten bei Bayer Leverkusen, weil Hannes Wolf vom DFB zunächst nur ausgeliehen ist, und beim Abstiegskandidaten 1. FC Köln. Friedhelm Funkel hat dort nur einen Vertrag bis einschließlich 30. Juni.

          Offen ist zudem die Frage, was aus Dortmunds Coach Edin Terzic wird. Er soll beim BVB wieder ins zweite Glied rücken und Assistent von Rose werden. Aber auch ein Chefposten bei einem anderen Klub scheint möglich.

          Es gebe, sagte Nagelsmann am Mittwoch, „viele Trainer-Themen in der Bundesliga“. Und entsprechend viele Spekulationen. Grundsätzlich müsse man deshalb als Trainer „immer ein bisschen rumeiern“. Das dürfte in den kommenden Wochen noch vielerorts zu beobachten sein.

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