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Hannover - Hamburg 0:1 : Benjamin macht den Erfolg im Nordderby perfekt

  • Aktualisiert am

Verbissenes Duell im Norden: Hamburgs Kompany versucht Hanke (l.) zu stoppen Bild: dpa

Der Hamburger SV scheint tatsächlich auf dem Weg nach oben. Das Team von Huub Stevens setzte sich im Nordderby bei Hannover 96 mit 1:0 durch und knüpfte an die Leistungen der Rückrunde an. Benjamin traf für den HSV.

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          Der Hamburger SV ist mit dem erhofften Rückenwind in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Das Team von Trainer Huub Stevens gewann erstmals nach 19 Jahren das brisante Nord-Duell beim ebenfalls ambitionierten Rivalen Hannover 96 mit 1:0 (1:0) und legte gleich am ersten Spieltag den Grundstein für ein erfolgreicheres Abschneiden als im Vorjahr.

          Das Tor von Collin Benjamin (23.) beendete am Samstag die Hamburger Negativserie gegen den Nachbarn aus Niedersachsen, der seit 2002 neun Mal in Folge nicht gegen den HSV verloren hatte. „Wenn man nach so langer Zeit in Hannover gewinnt, darf man zufrieden sein. Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte und konzentrieren uns jetzt auf das Uefa-Cup-Spiel am Donnerstag in Budapest“, sagte Stevens. „Den Auftakt hatten wir uns anders vorgestellt. Am verdienten HSV-Sieg gibt es keinen Zweifel. Der Ausgleich wäre unverdient gewesen„, gratulierte 96-Trainer Dieter Hecking seinem Kollegen.

          Hanke hängt in der Luft und wird ausgewechselt

          Vor 49.000 Fußballfans in der ausverkauften AWD-Arena ging die Rechnung der 96-Mannschaft nicht auf. Der „Vorbereitungsmeister“ konnte nicht an die glänzenden Leistungen beim 3:0 im Testspiel gegen Real Madrid anknüpfen. In der ersten Halbzeit hatte das Team von Trainer Dieter Hecking keine Torchance. Der für 4,7 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg geholte Nationalstürmer Mike Hanke hing in der Luft und wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

          Die Hamburger Abwehr, in der Benjamin für Thimothee Atouba verteidigte, hatte zunächst wenige Probleme mit dem ideenlosen 96-Spiel. HSV-Trainer Stevens schickte bis auf den Argentinier Juan Pablo Sorin (Knieprobleme) die vermeintlich stärkste Elf in die 45. Erstliga-Saison der Hanseaten. Allerdings saß der dribbelstarke Zugang Romeo Castelen auf der Bank.

          Erwartungen der Fans werden zunächst enttäuscht

          Er teilte das Schicksal des von Stevens aussortierten ehemaligen HSV-Stürmers Benjamin Lauth, der vergeblich auf einen Platz in der 96-Startelf gehofft hatte. Trainer Hecking, der auf der rechten Außenbahn ein Überangebot an Profis hat, entschied sich für den früheren Aachener Sergio Pinto.

          Die hohen Erwartungen der Fans an ein rassiges Spitzenspiel wurden zunächst enttäuscht. Erst nach 20 Minuten, in denen sich beide Teams neutralisierten, gewann die Begegnung an Fahrt und Klasse. Ein gelungener Freistoß-Trick über Piotr Trochowski und Nigel de Jong führte zur HSV-Führung durch Benjamin. Sein Schuss prallte von der Latten-Unterkante knapp hinter die Linie.

          Offener Schlagabtausch ohne ein weiteres Tor

          In der Folgezeit war der HSV das klar dominierende Team. Nigel de Jong (26.), Rafael van der Vaart (39.) und Mohamed Zidan (35.) nach einem tollen Solo verpassten das mögliche zweite Tor. HSV-Regisseur van der Vaart gewann das Duell gegen seinen niederländischen Landsmann und 96-Spielmacher Arnold Brugging klar nach Punkten.

          Die Gastgeber verstärkten nach der Pause den Druck und erarbeiteten sich durch den eingewechselten Vahid Hashemian (47./58.), Szabolcz Huszti (62.) und Lauth (88.) gute Chancen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Hamburger bei zwei Lattenschüssen von Trochowski (70.) und van der Vaart (80.) Pech hatten und zum Schluss den knappen Vorsprung verdient über die Runden brachten. „Wir haben kompakt gestanden. Jeder hat für den anderen gekämpft“, freute sich HSV-Mittelfeldrenner David Jarolim.

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