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Zweite Bundesliga : Stuttgart und Hannover verpassen Platz eins

  • Aktualisiert am

Hannover kam gegen Sandhausen nicht über ein 0:0 hinaus. Bild: dpa

Braunschweig ist der lachende Erste: Weil die Verfolger Stuttgart und Hannover nicht gewinnen, geht die Eintracht als Herbstmeister in die Winterpause. Derweil hat 1860 München einen neuen Trainer.

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          Überraschende Patzer der Favoriten VfB Stuttgart und Hannover 96 haben Eintracht Braunschweig die Herbstmeisterschaft in der zweiten Fußball-Bundesliga beschert. Stuttgart musste sich am Sonntag gegen die Würzburger Kickers mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. „Wir haben ein gruseliges Spiel gemacht und sind maximal enttäuscht. Das dürfen wir nicht schönreden“, sagte VfB-Trainer Hannes Wolf. Die Schwaben rutschten auf Relegationsplatz drei und erhielten auf dem anvisierten Weg zurück in die Bundesliga einen herben Dämpfer. Hannover kam gegen den SV Sandhausen nicht über ein 0:0 hinaus und geht als Tabellenzweiter in die Winterpause.

          Im dritten Spiel des Sonntags verpasste es Arminia Bielefeld beim 1:2 (0:1) gegen Dynamo Dresden, sich Luft im Abstiegskampf verschaffen. Zum Abschluss der Hinrunde will der 1. FC Nürnberg am Montag (20.15 Uhr / Live bei Sky, Sport1 und im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) gegen den 1. FC Kaiserslautern den Rückstand zur Aufstiegszone verringern. Die Rückrunde beginnt am 27. Januar 2017.

          Stuttgart bot in Würzburg eine enttäuschende Leistung und konnte keine Akzente setzen. „Würzburg war in allen Belangen besser, wir haben die Orientierung verloren. So können wir nicht spielen“, kritisierte Wolf beim TV-Sender Sky den Auftritt der Stuttgarter. Viel besser machten es die Hausherren: Würzburg agierte mutig und nutzte seine Torchancen: Rico Benatelli (27. Minute), Clemens Schopenhauer (40.) und Nejmeddin Daghfous (80.) besiegelten die fünfte Stuttgarter Saisonniederlage.

          Aufsteiger Würzburg besiegte den VfB Stuttgart deutlich.

          Hannover dominierte zwar die Partie gegen Sandhausen, war aber in der Offensive nicht effektiv genug. „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir viel investiert haben“, meinte 96-Coach Daniel Stendel. Als positiv konnte Stendel zumindest den Sprung auf den direkten Aufstiegsrang verbuchen: „Wir sind auf Platz zwei und wollen daran in der Rückrunde anknüpfen.“ Eine positive Zwischenbilanz zog der 1. FC Heidenheim, der beim 1:1 am Freitag gegen 1860 München seinen 29. Punkt holte und die beste Hinrunde seiner bisherigen Zweitliga-Geschichte schaffte. Heidenheim hat als Tabellenvierter drei Zähler Rückstand zum Relegationsplatz.

          Eintracht Braunschweig reichte am Samstag die Nullnummer beim Karlsruher SC, um die Tabellenführung zu behalten. „Es war ein Kampfspiel und das hat das Team gut angenommen. Unsere Leistung in Karlsruhe spiegelt nicht die hervorragende Hinrunde wider. Wir können mit dem Unentschieden leben“, meinte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht. Braunschweig stand in der gesamten Hinrunde immer auf einem direkten Aufstiegsplatz und war an insgesamt 14 Spieltagen Erster.

          Bielefelds Torjäger Klos traf, Bielefeld unterlag Dresden dennoch.

          1860 holte den Punkt gegen Heidenheim unter der Regie von Interimscoach Denis Buschujew. Nun soll der Portugiese Vítor Pereira die „Löwen“ vor dem Abstieg bewahren. Der Klub bestätigte die Verpflichtung am Sonntagabend offiziell. Der international erfahrene Portugiese werde seine Arbeit am 1. Januar 2017 antreten. Der 48-Jährige erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018, wie die „Löwen“ mitteilten. „Wir sind froh, dass wir mit der Unterstützung von unserem Hauptgesellschafter Hasan Ismaik einen absoluten Hochkaräter wie Vitor Pereira für uns gewinnen konnten“, erklärte 1860-Präsident Peter Cassalette in einer Verreinsmitteilung. Pereira wird am Montag (12.00 Uhr) vorgestellt. Die Sechziger gehen mit 16 Punkten alles andere als sorgenfrei in die Winterpause.

          Nur zwei Siege und elf Punkte holte der Tabellenletzte FC St. Pauli in der Hinrunde. Nach fünf Zählern aus den zurückliegenden drei Partien stimmt Trainer Ewald Lienen die Hamburger auf eine erfolgreiche Aufholjagd ein. „Wir sind mit den Konkurrenten auf Schlagdistanz. Uns steht eine schwere Rückrunde bevor. Ich bin überzeugt, dass wir unser großes Ziel erreichen werden“, erklärte Lienen nach dem 1:1 (0:1) am Samstag gegen den VfL Bochum.

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