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Hannover 96 : Trainer Hecking tritt zurück

  • Aktualisiert am

Rücktritt: Dieter Hecking ist nicht mehr Trainer bei Hannover 96 Bild: AP

Der Fußball-Bundesligaklub Hannover 96 und Trainer Dieter Hecking gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Nach einem Treffen mit Präsident Martin Kind und Sportdirektor Jörg Schmadtke bot Hecking am Mittwochabend seinen Rücktritt an. Dieser wurde angenommen.

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          Dieter Hecking hat als Trainer von Hannover 96 aufgegeben. Der 44 Jahre alte Fußball-Lehrer bot nach einer Krisensitzung mit Clubchef Martin Kind und Sportdirektor Jörg Schmadtke am Mittwochabend seinen Rücktritt an. „Wir haben die Situation besprochen und das ist das Ergebnis“, sagte Schmadtke . „Diese Entwicklung trifft mich ganz persönlich sehr“, sagte Präsident Kind, der wie sein Sportdirektor von der Entscheidung seines Coaches offensichtlich überrumpelt wurde.

          Doch der bei den Fans umstrittene Hecking, der am Samstag nach dem mageren 1:1 gegen den FSV Mainz 05 noch einen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen hatte, änderte nun doch seine Meinung. Es ist der nach der Entlassung des Mainzers Jörn Andersen zweite Trainerwechsel in der noch jungen Saison. „Ich habe Dieter Hecking als einen besonderen Menschen und Trainer kennen und schätzen gelernt. Wir wollten nach einer schwierigen Saison jetzt gemeinsam einen erfolgreichen Neustart einleiten. Das ist uns nicht gelungen“, betonte Kind. Trotz der aktuellen Lage bleibe aber „festzuhalten, dass Hecking und Hannover 96 jahrelang hervorragend zusammen gearbeitet und zusammen gepasst“ hätten, ergänzte Kind.

          Fans hoffen auf Slomka

          Dies hatten die Fans allerdings schon lange ganz anders gesehen. Auf die Frage nach einem Nachfolger konnten die Verantwortlichen keine Antwort geben. „Dazu gibt es noch gar nichts zu sagen, sonst wären wir ja vorbereitet gewesen“, stellte Clubchef Kind fest. „Wir haben keine Liste mit Kandidaten, denn wir sind ja ergebnisoffen in die Gespräche gegangen“, meinte mit Blick auf die Krisensitzung Schmadtke, der lediglich ausschloss, dass er sich selbst auf die Bank setzen wird.

          In der niedersächsischen Landeshauptstadt hoffen die 96-Anhänger indes schon länger, dass der ehemalige Schalker Mirko Slomka die Mannschaft übernimmt. Dieser hatte in Hannover bereits als Jugendtrainer und als Assistent von Ralf Rangnick gearbeitet. Hecking, dem der eigene Anhang auch die verfehlte Transferpolitik anlastete, war vor drei Jahren zu „96“ gewechselt, schaffte mit dem Club den Klassenverbleib und sicherte ihm danach mit Rang acht in der Saison 2007/2008 die beste Plazierung seit dem Wiederaufstieg 2002. In der vergangenen Saison kämpften die Niedersachsen lange gegen den Abstieg, schafften aber trotz widriger Begleitumstände mit vielen Verletzten am Ende noch den elften Platz. Der Start in die neue Spielzeit verlief jedoch wenig verheißungsvoll, so dass schon wieder „Hecking-Raus-Rufe“ die Runde machten.

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