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1:0 in Ingolstadt : Hamburger SV im späten Glück

  • Aktualisiert am

Hanseatische Freude: der HSV bejubelt den späten Siegtreffer Bild: dpa

Mit seinem Freistoßtreffer kurz vor Schluss beschert Gregoritsch dem HSV einen glücklichen Sieg. Aufsteiger Ingolstadt bleibt im eigenen Stadion ohne Torerfolg.

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          Joker Michael Gregoritsch hat dem Hamburger SV den dritten Sieg in der Fußball-Bundesliga beschert und dem tapferen Neuling FC Ingolstadt einen Dämpfer verpasst. Der Neuzugang aus Bochum erzielte drei Minuten vor Schluss den äußerst glücklichen 1:0 (0:0)-Siegtreffer am Dienstag per Freistoß für die Hanseaten, die mit zehn Punkten in der Tabelle weiter nach oben klettern. Die Ingolstädter blieben dagegen trotz bester Chancen auch in ihrem dritten Heimspiel ohne Sieg und Tor, stehen mit zehn Punkten aber trotzdem gut da.

          „Ein Punkt wäre für beide Mannschaften in Ordnung gewesen“, sagte ein enttäuschter Ingolstädter Schlussmann Ramazan Özcan. Obenauf war dagegen HSV-Verteidiger Emir Spahic. „Wir müssen genauso weitermachen und dranbleiben“, meinte der Bosnier und sprach von einem „verdienten Sieg“.

          Gescheitert: Ingolstadts Torhüter Özcan (unten) hindert den Hamburger Müller am Torschuss Bilderstrecke

          Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Sportpark setzte die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl bei Dauerregen auf ihre gewohnten Stärken Einsatz, Laufbereitschaft und Aggressivität. Damit bereiteten die Schanzer dem HSV gerade in der Anfangsphase große Probleme.

          Erst nach gut 20 Minuten brachten die Hanseaten mehr Ordnung ins Spiel, waren bei ihren Offensivbemühungen aber meist harmlos. Nur einmal wurde es in der ersten Halbzeit für Ingolstadt brenzlig, als Nicolai Müller nach einem feinen Pass von Gojko Kacar FC-Schlussmann Ramazan Özcan fast umkurvt hatte, dieser beim Torabschluss aber wieder zur Stelle war (16.).

          Hasenhüttl hatte Özcan wieder das Vertrauen ausgesprochen und die ursprünglich angedachte Torhüter-Rotation mit dem Norweger Ørjan Nyland außer Kraft gesetzt. Auch beim HSV stand die Torhüter-Personalie im Mittelpunkt. Dabei erhielt Jaroslav Drobny abermals den Vorzug vor dem früheren Nationalkeeper Rene Adler. „Eine schwierige, unangenehme Entscheidung“ sei dies, merkte HSV-Coach Bruno Labbadia an. Wirklich geprüft wurde Drobny im ersten Durchgang nicht. Bei einem Schuss von Matthew Leckie aus halbrechter Position, der knapp neben das Tor ging, wäre der Tscheche wohl chancenlos gewesen (17.).

          Eine weitere gute Gelegenheit hatten die Oberbayern ausgelassen, als Stefan Lex bei einer 3:1-Situation HSV-Verteidiger Emir Spahic anschoss (11.). Aufregung herrschte in der 50. Minute, als Drobny nach einem Schuss von Pascal Groß den Ball nur in die Mitte abwehren konnte und Dennis Diekmeier anschließend beim Klärungsversuch Alfredo Morales am Kopf traf. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Und auch sieben Minuten später fühlte sich der FCI benachteiligt, als ein Tor von Lukas Hinterseer nicht gegeben wurde. Morales hatte sich zuvor gegen Matthias Ostrzolek aufgestützt.

          Spätestens als Lex frei vor Drobny scheiterte (62.), war das 0:0 für den HSV alles andere als verdient. Labbadia dürfte mit den Offensivbemühungen kaum zufrieden gewesen sein. Bis zur 75. Minute musste der HSV-Coach auf die zweite Torchance warten, als Relegations-Held Marcelo Diaz den Ingolstädter Keeper prüfte und Pierre-Michel Lasogga den Nachschuss freistehend neben das Tor setzte (75.). Dann durfte der HSV doch jubeln. Der eingewechselte Gregoritsch trifft per Freistoß. Dabei fälschte Robert Bauer den Ball unhaltbar ins Tor ab.

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