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Hall of Fame des Fußballs : „Wow, bin ich schon so alt geworden?“

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Miroslav Klose, WM-Rekordtorschütze, ist nun auch in der Hall of Fame des deutschen Fußballs. Bild: picture alliance / dpa

Fünf weitere Auserwählte werden in die Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen. Sie reagieren mit Erstaunen und Humor auf ihre Wahl. Neben vier Spielern ist auch ein Trainer dabei.

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          Mit Erstaunen und Humor haben ehemalige Fußball-Größen Deutschlands auf ihre Wahl in die Hall of Fame reagiert. „Hall of Fame? Wow, bin ich schon so alt geworden?“, fragte scherzend Miroslav Klose: „Nein, Spaß beiseite: Es ist eine riesige Ehre für mich, mit diesen tollen Spielern und Idolen ihrer Zeit aufgenommen zu werden. Es macht mich stolz und glücklich, dazu gehören zu dürfen. Das ist ein weiterer großartiger Moment in meiner Karriere.“

          Klose hatte mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gewonnen und wurde dort mit seinem insgesamt 16. Treffer zugleich WM-Rekordtorschütze. Der frühere Stürmer ist mit 43 Jahren der Jüngste der fünf Ausgewählten. Der Älteste ist der 89 Jahre alte Horst Eckel, Mitglied des legendären Weltmeisterteams von 1954.

          „Es ist mir eine große Ehre, nach Fritz Walter, Helmut Rahn und Sepp Herberger als vierter Weltmeister von 1954 gewählt worden zu sein“, ließ Eckel mitteilen, „der Gewinn der Weltmeisterschaft war aber nicht nur der Erfolg von Fritz, Helmut oder mir. Es war ein gemeinsamer Erfolg. Wir waren eine Mannschaft.“ Eckel ist der letzte noch Lebende jenes Teams, das mit dem „Wunder von Bern“ angesichts des 3:2 über Ungarn in die Sportgeschichte einging.

          In der vierten Wahlrunde, seit das Deutsche Fußballmuseum 2018 die Hall of Fame ins Leben rief, fiel das Votum der Jury auch auf den Weltmeister von 1990, Jürgen Kohler, sowie den Rekordtorschützen der DDR-Nationalmannschaft (55 Tore) und der DDR-Oberliga (229), Joachim Streich: „Hall of Fame? Aber ich lebe doch noch!“, sagte Streich und fügte hinzu, „in diese illustre Runde aufgenommen zu werden, freut mich. Warten Sie, nein, es ist nicht nur Freude, sondern auch Stolz. Das macht mich stolz. Auf so einen Anruf wartet man ja nicht. Das muss ich jetzt erstmal verarbeiten.“

          In der Kategorie „Trainer“ erhielt der 2015 verstorbene Udo Lattek die meisten Stimmen. Er ist der bislang erfolgreichste deutsche Vereinscoach. Der Hall of Fame des Fußball gehören nun 39 Persönlichkeiten an. Anfang des kommenden Jahres werden weitere fünf Frauen folgen.

          Bislang in die Hall of Fame berufen:

          Jahrgang 2020: Berti Vogts, Michael Ballack, Andreas Möller, Klaus Fischer, Rudi Völler

          Jahrgang 2019: Oliver Kahn, Hans-Jürgen Dörner, Wolfgang Overath, Jürgen Klinsmann, Helmut Schön

          Jahrgang 2019 (Gründungself der Frauen): Silke Rottenberg; Steffi Jones, Doris Fitschen, Nia Künzer; Renate Lingor, Silvia Neid, Martina Voss-Tecklenburg, Bettina Wiegmann; Inka Grings, Birgit Prinz, Heidi Mohr; Tina Theune

          Jahrgang 2018 (Gründungself der Männer): Sepp Maier; Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Andreas Brehme; Günter Netzer, Lothar Matthäus, Fritz Walter, Matthias Sammer; Uwe Seeler, Gerd Müller, Helmut Rahn; Sepp Herberger

          (Die Sportredaktion der F.A.Z. war an der Wahl beteiligt.)

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