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Niederlage gegen Hoffenheim : Ein leichtes Grummeln beim FC Bayern

  • -Aktualisiert am

Unsanfte Landung: Am Dienstag gelang Serge Gnabry mit vier Treffern gegen Tottenham noch ein Gala-Auftritt, am Samstag fiel er gegen Hoffenheim nicht groß auf. Bild: sampics / Stefan Matzke

War die Münchner Niederlage ein Ausrutscher? Vielleicht. Es könnte aber auch der Auftakt zur bayerischen Herbst-Krise sein. Ein Satz über Thomas Müller sorgt für Wirbel. Und ein trauriger Spieler braucht Trost.

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          Es war wie immer – fast. Ein Detail passte nicht, als Uli Hoeneß in guter Tradition mit den Vorstandskollegen eine gute Viertelstunde nach Spielende in die Kabine marschierte. Der Präsident des FC Bayern hatte den rot-weißen Schal, den er zuvor auf der Tribüne gut sichtbar getragen hatte, abgelegt. Vermutlich aus praktischen Gründen und nicht etwa, weil die Liebe zu seinem Herzensverein nach dem 1:2 am Samstag gegen die TSG Hoffenheim erkaltet wäre. Aber erklären wollte er sich nicht, er hielt es da wie die Spieler, die sich überboten beim Suchen geeigneter Ausreden, warum es nichts zu sagen gab. Die Einfälle waren dabei so wenig kreativ wie zuvor der Auftritt der Münchner auf dem Rasen, nur Manuel Neuer hob sich da etwas ab. Der Kapitän verwies auf eine japanische Medienrunde, die er gerade hinter sich hatte. Auch er verspürte wohl keine große Lust, Kommentare zu formulieren.

          Bundesliga

          Es war ein zähes Ringen, hinterher, aber vor allem auf dem Platz. Die erste Saisonniederlage des FC Bayern mag einen einfachen Grund gehabt haben. Nach der famosen zweiten Halbzeit beim Champions-League-Finalisten der vergangenen Saison, Tottenham Hotspur, waren die Münchner noch zu beseelt gewesen von ihrer Leistung, um sich wieder seriös auf den Bundesliga-Alltag einzustellen. „Wir sind anscheinend noch nicht so weit, dieses gute Spiel alle drei, vier Tage zu bringen“, stellte Trainer Niko Kovac fest.

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