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0:1 in Köln : Die Gladbacher Krise geht weiter

  • -Aktualisiert am

Was soll ich denn machen? Torwart Sommer und Gladbach stecken in der Krise. Bild: Reuters

Fünftes Spiel, fünfte Niederlage: Gladbach zeigt auch im Derby in Köln eine schwache Leistung und verliert. Auch die Unterstützung der Fans fehlt. Für die Borussia bleibt nur eine gute Nachricht.

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          In der Tabelle konnte Borussia Mönchengladbach nicht mehr tiefer fallen, aber das war die einzige gute Nachricht für den Dritten der vorangegangenen Bundesliga-Saison. Das Stimmungstief am Niederrhein hat sich jedoch abermals verstärkt.

          Im Derby gegen den 1. FC Köln boten die Borussen abermals eine schwache Leistung und verloren das fünfte Bundesligaspiel nacheinander. Anthony Modeste erzielte in der 64. Minute das Siegtor für die Heimelf, die sich in der zweiten Hälfte zu steigern wusste und dank des dritten Saisonsieges in die Spitzengruppe vorrückte.

          „Nach fünf Spieltagen von Abstieg zu sprechen wäre falsch. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Mannschaft da rauskommen. Wir haben genügend Qualität“, sagte Borussias Mittelfeldspieler Granit Xhaka. Für die Kölner, die 2015 im heimischen Stadion weiter unbesiegt sind, war es bereits der dritte Saisonsieg. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir noch gewonnen haben. Das tut uns gut“, meinte Trainer Peter Stöger.

          Als hätte der miserable Start es ihnen nicht schon schwer genug gemacht, mussten die Gladbacher Profis auch noch auf die sonst starke Unterstützung ihrer Fans weitgehend verzichten. „Die Stimmung war eigenartig“, befand Stöger.

          Mann des Tages: Modeste (links) erzielt das einzige Tor im Derby. Bilderstrecke
          Mann des Tages: Modeste (links) erzielt das einzige Tor im Derby. :

          Viele Anhänger boykottierten das rheinische Derby als Protest gegen die Maßnahme, das Kartenkontingent für die Fans des Auswärtsteams zu kürzen und Tickets an Gladbacher Besucher nur personalisiert abzugeben – aus Sicherheitsgründen und als Sanktion für Ausschreitungen beim zurückliegenden Derby.

          Im Februar waren in Mönchengladbach vermummte FC-Fans auf den Platz gestürmt. In den Stadionblöcken, die die Borussenfans reserviert waren, verloren sich diesmal nur fünf- bis sechshundert Unterstützer. Viele, die dem Spiel fernblieben, trafen sich derweil in Mönchengladbach zu einer Kundgebung.

          Am Zaun vor den nur zu einem Drittel gefüllten Stehrängen auf der Nordseite des Stadions hing ein Transparent mit der Aufschrift: „Wollt Ihr das?“ Auf der gegenüberliegenden Seite, dort, wo die Ultra-Gruppen ihre Stammplätze haben, hatten auch die Anhänger des 1. FC Köln ein Spruchband aufgehängt, um „gegen DFB-Strafen und für den Erhalt der Fan-Kultur“ zu demonstrieren.

          Ausnahmsweise also gab es etwas Solidarität zwischen den Fans, die sonst auf das schärfste miteinander rivalisieren. Auch die Gesänge waren über weite Strecken nicht so laut und inbrünstig, wie man es kennt. In dieser eigenartigen Atmosphäre erarbeiten die Gladbacher sich in der ersten Hälfte mehr Spielanteile, erzeugten vor dem FC-Tor aber keinerlei Gefahr.

          Zur Pause machten sich viele Zuschauer dann doch bemerkbar – mit Pfiffen brachten sie ihren Unmut über eine Partie von geringem Unterhaltungswert zum Ausdruck. Im zweiten Durchgang konnten zumindest die Kölner dem Spiel mehr Positives abgewinnen. Nachdem Modeste eine Flanke von Bittencourt mit dem Kopf zum 1:0 verwertet hatte, kam bei den FC-Fans doch noch ein wenig Derbystimmung auf.

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