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1:3 in Düsseldorf : Der Blitzstart ist zu viel für Gladbach

  • Aktualisiert am

Nicht nur der Gladbacher Patrick Herrmann leidet in Düsseldorf. Bild: EPA

Die Krise der Borussia verschärft sich. Im Rhein-Derby in Düsseldorf verschläft Gladbach den Start völlig und kassiert drei Tore in nur zehn Minuten. Nun droht der Verlust des Champions-League-Platzes.

          Borussia Mönchengladbach hat nach einem historischen Fehlstart einen herben Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Ränge kassiert. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking verlor völlig verdient mit 1:3 (0:3) bei Fortuna Düsseldorf und verschlief dabei die Anfangsphase komplett: Bereits nach 16 Minuten lag Gladbach mit 0:3 zurück – das war der Borussia in ihrer langen Bundesliga-Geschichte noch nie passiert.

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          In dieser Form muss Gladbach sogar um die Qualifikation für die Europa League bangen. Eintracht Frankfurt könnte die Borussia am Sonntag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) mit einem Sieg über den VfB Stuttgart auf den fünften Rang verdrängen. Bei Düsseldorf dagegen herrscht nach dem zehnten Saisonsieg beste Stimmung – der Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga ist mit 34 Punkten zum Greifen nah.

          „Wir wollen nach vorne spielen und auch in Düsseldorf unser Spiel durchbringen“, hatte Gladbach-Trainer Hecking angekündigt. Davon war aber nichts zu sehen: Gladbach wurde anfangs förmlich überrollt und lief gleich in drei Konter, die Rouwen Hennings (6., 16.) und Kevin Stöger (22.) eiskalt verwerteten. Der Treffer der Fohlen durch Denis Zakaria (83.) kam viel zu spät.

          Elf Gegentore hat die Borussia im Saisonverlauf bereits in der Anfangsviertelstunde kassiert – viel zu viel, um den Ansprüchen von der Königsklasse gerecht zu werden. Unmittelbar nach dem zweiten Düsseldorfer Tor hatte Florian Neuhaus (13.) die Latte getroffen und die Chance auf den Anschluss vergeben.

          Die knapp 10.000 mitgereisten Borussia-Fans unter den 52.500 Zuschauern forderten ihre Mannschaft anfangs noch zum Kämpfen auf. Später stellten sie die Unterstützung ein und ließen das Debakel weitgehend schweigend über sich ergehen. Gladbach hatte zwar meist den Ball, spielte aber auch nach den frühen Gegentoren viel zu behäbig und durchschaubar. Die Fortuna hatte keine Probleme, die Gäste vom eigenen Tor fern zu halten und selbst vereinzelt zu kontern. Das führte zu Frust bei den Gästen.

          Der ehemalige Fortuna-Profi Neuhaus leistete sich ein übles Foul gegen Stöger und war mit Gelb noch gut bedient (39.). Noch vor der Pause nahm Hecking den unauffälligen Thorgan Hazard (40.) vom Platz, um ein Zeichen zu setzen. Doch auch der eingewechselte Patrick Herrmann führte sich umgehend mit einem unnötigen Ballverlust ein.

          Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf nichts. Gladbach schob den Ball hin und her, blieb aber langsam und fehlerhaft. Die Fortuna setzte dagegen das von Coach Friedhelm Funkel vorgegebene Konzept nahezu perfekt um. Gefährlich wurde es nur nach einem Düsseldorfer Fehler. In 53. Minute tauchte Herrmann frei vor dem Tor auf – und schoss weit vorbei. Auch der in der Schlussphase eingewechselte Raffael (69.) brachte keinen Schwung, Zakarias Treffer war nur Kosmetik.

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