https://www.faz.net/-gtm-9ixym

0:3 gegen Hertha : Gladbacher Siegesserie reißt mit einem Knall

  • Aktualisiert am

Was war denn da los? Hazard und Gladbach verlieren deutlich. Bild: dpa

Mit zwölf Heimsiegen legte die Borussia eine imposante Serie hin. Nun aber kassiert Gladbach nicht nur eine Niederlage im eigenen Stadion. Das Ergebnis gegen Hertha fällt deutlich aus.

          Borussia Mönchengladbach hat erstmals in dieser Saison ein Bundesliga-Heimspiel nicht gewonnen und im Titelrennen einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Fußball-Trainer Dieter Hecking verlor am Samstagnachmittag gegen Hertha BSC 0:3 (0:1) und verpasste damit den saisonübergreifend 13. Heimsieg in Serie. Ein weiterer Erfolg wäre ein alleiniger Vereinsrekord gewesen. Weil Tabellenführer Dortmund zeitgleich daheim gegen Hoffenheim 3:3 spielte, steht Gladbach bei noch 13 verbleibenden Spieltagen nun acht Punkte hinter dem BVB.

          Bundesliga
          ANZEIGE

          Vor 48.289 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Borussia-Park brachte Salomon Kalou (30. Minute) die Gäste in Führung. Für die Borussia war es das erste Liga-Gegentor im Jahr 2019, die ersten drei Partien der Rückrunde hatte Gladbach jeweils zu null gewonnen. Für die insgesamt zu ideenlosen Hausherren kam es noch schlimmer. Nach der Pause erhöhten Ondrej Duda (56.) und Davie Selke (76.) Die effizienter agierenden Berliner setzten sich verdient und am Ende ungefährdet durch. Selkes Treffer war das sechste Heim-Gegentor der Borussia in dieser Spielzeit – und das insgesamt 2500. der Borussia in Liga eins.

          Berlin, das zuvor in seinen vergangenen 14 Ligaspielen nur dreimal gewinnen konnte, führte somit einen bemerkenswerten Trend fort: In dieser Bundesliga-Saison hat der Klub als einziger noch nicht gegen die drei Topteams aus Dortmund, München und Gladbach verloren. Im Hinspiel hatte Berlin die Fohlen mit 4:2 geschlagen. Der Hauptstadt-Klub bleibt damit im Rennen um die Europa-Pokal-Plätze in guter Position.

          Die Gäste gingen drei Tage nach der bitteren Pokal-Heimpleite gegen den FC Bayern München abwartend in die Partie und überließen Titelkandidaten die Kontrolle. Die Gladbacher versuchten, dies durch flinke Kombinationen zu nutzen und kamen so am Anfang zu Gelegenheiten. Außenverteidiger Michael Lang vergab jedoch die beste Gladbacher Chance aus kurzer Distanz, nachdem ihn Thorgan Hazard und der später verletzte Jonas Hofmann freigepasst hatten (21.).

          Berlin setzte hingegen nur auf Konter – und das zunächst sehr ungefährlich. Doch dann kam Offensivspieler Kalou nach in einer Einzelaktion gegen mehrere Gladbacher zum Abschluss und traf überlegt ins Tor von Keeper Yann Sommer. Nach dem Berliner Treffer taten sich die Gastgeber schwerer als zu Beginn. Das Gäste-Team, bei dem Trainer Pal Dardai im Vergleich zum Bayern-Spiel vier neue Profis brachte, hielt die Borussia vom Niederrhein geschickt vom Tor von Rune Jarstein fern.

          Beim 2:0 sah die Gladbacher Defensive nicht gut aus: Selke überlief auf dem linken Flügel Matthias Ginter, und Duda konnte in der Mitte bequem einschieben. Es war schon das zehnte Saisontor des Slowaken. Gladbachs wütende Angriffe waren hingegen kaum gefährlich. Selke setzte nach einem Duda-Freistoß den Schlusspunkt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          SPD-Vorsitz : Scholz will im Duo mit Klara Geywitz antreten

          Vizekanzler Olaf Scholz hat eine Frau für die Kandidatur zum SPD-Vorsitz gefunden: die wenig bekannte Klara Geywitz aus Brandenburg. Generalsekretär Klingbeil und Niedersachsens Ministerpräsident Weil wollen nicht antreten.

          Rentenangleichung : Das Märchen von der Armut

          Bald werden die Renten im Osten denen im Westen gleichgestellt sein. Manchen gilt das als Vollendung der deutschen Einheit. Es hat aber auch seine Tücken.
          Mitglieder der Protestbewegung Black Lives Matter am 17. Juli 2019 in New York.

          Polizeigewalt in Amerika : Keine Hinweise auf Rassismus

          Schwarze werden in den Vereinigten Staaten besonders oft von Polizisten getötet. Zwei Forscherteams haben sich auf die Suche nach den Ursachen gemacht. Ihre Antworten dürften nicht jedem gefallen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.