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Ohne Embolo und Thuram : Gladbach zittert sich ins Ziel

  • Aktualisiert am

Mit Köpfchen: Nico Elvedi erzielte das 1:0 für Borussia Mönchengladbach. Bild: Reuters

Mönchengladbach muss gegen Werder Bremen auf zwei Topstürmer verzichten. Erst ein Standard löst den Knoten. Am Ende muss die Borussia aber dennoch um den Sieg bangen.

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          Auch ohne die gesperrten und suspendierten Stürmer Breel Embolo und Marcus Thuram hält Borussia Mönchengladbach den Anschluss an die Champions-League-Ränge. Die im neuen Jahr in vier Spielen unbesiegten Gladbacher setzten sich drei Tage nach dem unglücklich vergebenen Sieg beim VfB Stuttgart am Dienstagabend mit 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen durch und sind für das Top-Spiel gegen Borussia Dortmund am nächsten Freitag wieder auf Kurs. Den Siegtreffer im Borussia-Park erzielte Abwehrspieler Nico Elvedi in der 66. Minute. Die Gäste, die lange Zeit gut im Spiel waren, konnten sich dadurch nicht weiter von der Abstiegszone entfernen.

          Bundesliga

          Bei den Gladbachern, die auf vier Positionen rotierten, fehlte neben dem noch für ein Spiel gesperrten Thuram auch Embolo, der wegen möglicher Verstöße bei einer Party in Essen am Wochenende gegen die Corona-Schutzordnung aus dem Kader gestrichen wurde. Embolo bestreitet die Vorwürfe und muss zwei negative Testergebnisse vorweisen, bevor er ins Team zurückkehren kann.

          Auch ohne die beiden Angreifer beschäftigte der Champions-League-Achtelfinalist die defensive Fünferreihe der Bremer von Beginn an und bestimmte anfangs den Rhythmus der Partie. Trotz der Überlegenheit hatten die Gladbacher mit Patrick Herrmann und Hannes Wolf in der Offensive wenig effektive Strafraumszenen. Nico Elvedi scheiterte in der sechsten Minute mit einem Kopfball, weitere gute Tormöglichkeiten blieben lange Zeit aus. Entweder kam der entscheidende Pass nicht genau, oder der Ball verfing sich im von Ömer Toprak in seinem 250. Bundesligaspiel gut organisierten Werder-Abwehrnetz.

          Bei den Gästen gab es nur im Angriff mit Romano Schmid für Davie Selke eine Änderung in der Startaufstellung, doch die Offensivabteilung von Werder kam selten, aber äußerst gefährlich zum Zuge. Die beste Chance für die Gäste hatte dann auch Schmid mit einem 20-Meter-Schuss nach einem Konter, doch Borussias Keeper Yann Sommer parierte den Volleyschuss (27.) des Österreichers glänzend. Zehn Minuten später scheiterte der junge Felix Agu mit einem Schuss aus 16 Metern, den Abwehrchef Matthias Ginter an seinem 27. Geburtstag vor der Linie stoppen konnte.

          Die Gäste gewannen mit zunehmender Spielzeit an Sicherheit und waren den ambitionierten Gladbachern absolut ebenbürtig. Doch mit Laszlo Benes und Lars Stindl brachte Marco Rose zwei frische Offensivkräfte und das sollte sich auszahlen. Einen Freistoß von der linken Seite brachte Benes in den Strafraum, wo Elvedi lauerte und mit dem Kopf im Flug das 1:0 erzielte. Der Schweizer war zuvor in 37 Spielen ohne Torerfolg geblieben. Glück hatte die Borussia, als kurz vor Schluss Milot Rashica nur den Pfosten traf (87.) und Leonardo Bittencourt den Ball knapp über das Tor setzte (90.).

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