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4:1 in Hoffenheim : Gladbach hat wieder eine „Fohlenelf“

  • Aktualisiert am

Wie in den 1970er Jahren: Gladbach spielt sich zum Sieg Bild: dpa

Besser hätte es das legendäre Team der 1970er Jahre auch nicht machen können: Gladbach zeigt beim 4:1-Sieg bei Hoffenheim starke Konter und festigt Platz drei. Besonders ein Angreifer ragt bei der Borussia heraus.

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          Mit dem ersten Bundesligasieg bei der TSG 1899 Hoffenheim hat Borussia Mönchengladbach nachdrücklich seine Champions-League-Ambitionen unterstrichen und eine erfolgreiche Generalprobe für das DFB-Pokal-Viertelfinale gefeiert.

          Vier Tage vor dem Pokalduell bei Arminia Bielefeld krönten Max Kruse per Foulelfmeter in der 26. Minute, Patrick Herrmann mit seinem dritten Saison-Doppelpack (31./51.) und Raffael (36.) den überzeugenden Auftritt der Borussia, die mit dem 4:1 (3:1) im siebten Anlauf erstmals drei Punkte aus Sinsheim entführte. Sven Schipplock (17.) hatte die Hausherren vor 30.150 Zuschauern in Führung gebracht.

          Die TSG musste auf ihr defensives Mittelfeld-Duo Eugen Polanski (Grippe) und Pirmin Schwegler (Hexenschuss) sowie Innenverteidiger Ermin Bicakcic (Gelbsperre) verzichten. Diese Ausfälle konnte das Team von Trainer Markus Gisdol gegen einen prächtig kombinierenden und blitzschnell konternden Gegner nicht kompensieren.

          So stellt sich Gladbachs Trainer Favre das Spiel seiner Mannschaft vor Bilderstrecke
          So stellt sich Gladbachs Trainer Favre das Spiel seiner Mannschaft vor :

          Bei der Borussia musste Abwehrchef Martin Stranzl wegen Knieproblemen kurzfristig passen. Für den Österreicher rückte Roel Brouwers in die Innenverteidigung, die kaum gefordert wurde. Im Angriff setzte Trainer Lucien Favre auf Max Kruse anstelle von André Hahn und wurde für diese Umstellung belohnt. Der Nationalspieler war mit einem Tor und zwei Vorlagen neben dem Doppelschützen Herrmann auffälligster Akteur auf dem Rasen.

          Dabei erwischte die TSG den besseren Start und ging in der flotten Partie nicht unverdient in Führung. Roberto Firmino spielte Schipplock mit einem Traumpass frei, so dass der Stürmer leichtes Spiel beim Vollenden hatte.

          Kurz darauf überschlugen sich dann im Hoffenheimer Strafraum die Ereignisse. Nach einer flachen Hereingabe von Oscar Wendt zeigte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer auf den Elfmeterpunkt, obwohl Herrmann den Ball ins Netz befördert hatte. Der Unparteiische ahndete ein vorangegangenes Foul von 1899-Verteidiger David Abraham, der auch noch mit seinem Torhüter Oliver Baumann zusammenprallte. Beide mussten fast fünf Minuten behandelt werden. Kruse ließ sich von der langen Pause aber nicht beeindrucken und verwandelte den Strafstoß eiskalt zum Ausgleich.

          Es war das Startsignal für eine Gala-Vorstellung der Borussia, die sich als echtes Spitzenteam präsentierte. Zunächst spitzelte Herrmann, der seinen Vertrag gerade bis 2019 verlängert hat, eine Wendt-Flanke ins lange Eck. Dann legte Raffael auf Vorlage von Kruse nach. Fast wäre Fabian Johnson vor der Pause noch der vierte Treffer gelungen, doch der frühere Hoffenheimer scheiterte mit einem Direktschuss an Baumann.

          Der Hoffenheim-Keeper hatte kurz nach der Pause dann aber doch das Nachsehen. Wieder war Kruse Ausgangspunkt für einen Konter, den Herrmann überlegt abschloss. Danach verwalteten die Gäste den sicheren Vorsprung und sparten Kräfte für die knifflige Pokalaufgabe beim Drittligaverein Bielefeld. So konnte sich in der Schlussphase auch Torhüter Yann Sommer mehrmals auszeichnen.

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