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1:0 gegen Köln : Xhaka ist Gladbachs Derby-Held

  • -Aktualisiert am

Spät, aber nicht zu spät: Gladbachs Derby-Held heißt Xhaka Bild: dpa

Das Karnevalsderby in Mönchengladbach ist 90 Minuten lang eine ziemlich maue Angelegenheit. Dann aber trifft Xhaka zum 1:0 für die Borussia – was zu turbulenten Szenen führt.

          90 Minuten lang war das Rhein-Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln eine ziemlich maue Angelegenheit. Daran hatte auch die Ansetzung des Rückrundenspiels auf Karnevalssamstag nichts geändert – alles deutete darauf hin, dass die Begegnung wie in der Hinrunde mit einem 0:0 enden würde.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Dann aber traf Xhaka in der Nachspielzeit mit einem Kopfball zum 1:0 für Mönchengladbach, was zu turbulenten Szenen führte. 25 weiß gekleidete und vermummte Kölner Fans rannten auf den Rasen und wurden von Sicherheitskräften zurückgedrängt. Zwei Anhänger wurden verhaftet. Ein Polizist und mehrere Ordner wurden leicht verletzt.

          Im Kostüm vereint: Friedliche Punkteteilung am Rhein - bis zur Nachspielzeit Bilderstrecke

          Das Spiel an Karneval hatte nichts Fröhliches oder Leichtes, was vor allem am 1. FC Köln lag, der seine Rolle als Spielverderber bis in die Schlussminute perfekt vorführte. Den Zuschauern hatte sich schon gleich nach Spielbeginn eröffnet, warum der FC in den ersten drei Rückrundenspielen ohne Gegentor geblieben war. Die beiden Viererketten, mit denen Köln seinen Strafraum abriegelt, sind fein aufeinander abgestimmt.

          Kaum einmal entsteht ein Raum, in den die gegnerischen Angreifer eindringen und einen weiterführenden Spielzug kreieren könnten. Die Gladbacher gehören gewiss zu den talentierteren Teams der Liga, zu denen, die über Ideen und Esprit verfügen. Aber gegen diese Kölner gelangen nur ganz punktuell Nachweise ihrer Klasse. Vor allem in der zweiten Halbzeit.

          In der Pause war noch ein Kopfball von Brouwers, der um Meter das Tor verfehlte, als große Torchance vom Gladbacher Stadionfernsehen gezeigt worden. Doch dann gelang es Kruse in der 58. Minute doch einmal, vor dem Kölner Torwart Horn aufzutauchen – doch er traf mit seinem Versuch die gegnerische Nummer 1 und nicht das Tor.

          Horn zeigte sich auch Sekunden später bei einem Weitschuss von Xhaka auf dem Posten. Die Kölner fanden danach zu ihrer Ordnung zurück und waren bis zum entscheidenden Moment der Partie nur selten in Gefahr geraten. Selbst ein Tor zu schießen, diesem Ziel kamen die Kölner an diesem Nachmittag nicht nahe. Das war ihnen auch nicht so wichtig gewesen, was sich in der Nachspielzeit schließlich doch noch rächte.

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