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4:2 gegen Augsburg : Gladbach siegt im Lewandowski-Modus

  • Aktualisiert am

Applaus, Applaus: Gladbachs neuer Trainer Schubert bejubelt den ersten Sieg. Bild: Reuters

Neuer Trainer, neues Glück: Mit Andre Schubert spielt sich Gladbach gegen Augsburg in der ersten Halbzeit schnell in einen Rausch. Nach der Pause aber sorgen zwei Elfmeter nochmal für Spannung.

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          Gleich im ersten Spiel nach Lucien Favre hat Borussia Mönchengladbach mit dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga den Befreiungsschlag geschafft. Unter Übergangstrainer André Schubert gewannen die erstmals groß aufspielenden Gladbacher am Mittwochabend gegen den FC Augsburg mit 4:2 (4:0) und beendeten die rekordverdächtige Misserfolgsserie von fünf Niederlagen in Serie seit dem Saisonstart.

          „Die Mannschaft hat sich mit einer unglaublichen Moral den Sieg erarbeitet. Das tut gut nach dieser langen und spannenden Zeit“, sagte Gladbachs Manager Max Eberl und fügte erleichtert hinzu: „Es war für alle ein Gefühl, dass wir lange nicht mehr hatten.“

          Vor 40.511 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Fabian Johnson (5.), Granit Xhaka (17.), Lars Stindl (19.) und Mo Dahoud (21.) die Treffer für die Gastgeber. Die furiose Anfangsphase erinnert fast an den Fünferpack, der Bayern-Spieler Robert Lewandowski am Dienstag gelungen war. Paul Verhaegh traf für Augsburg zweimal per Foulelfmeter (51./75.). „Ich weiß nicht, was in den ersten 20  Minuten los war. Wir haben ja auch gar keine Zweikämpfe gewonnen“, sagte FCA-Torwart Marwin Hitz.

          Schubert krempelte nach nur einem Trainingstag die Startelf ordentlich um. Die zuletzt verletzten Patrick Herrmann, Alvaro Dominguez und Fabian Johnson kehrten ins Team zurück, ebenso Julian Korb und Lars Stindl, der mit Raffael das Offensivduo bildete.

          Augsburg-Torwart Hitz (rechts) mag gar nicht mehr hinsehen. Bilderstrecke
          Augsburg-Torwart Hitz (rechts) mag gar nicht mehr hinsehen. :

          Bei den Augsburgern, die am Sonntag gegen Hannover ihren ersten Saisonsieg feierten, standen Daniel Baier und Dong-Won Ji wieder in der Anfangsformation. Da bei den Gästen auch Ja-Cheol Koo und Jeong-Ho Hong aufliefen, standen erstmals in einem Bundesligateam von Beginn an drei Koreaner auf dem Feld.

          Die Änderungen der Gastgeber griffen sofort. Die Gladbacher begannen sehr druckvoll, und kamen zu ersten Tormöglichkeiten. Eine davon nutzte Johnson in der fünften Minute mit einem Linkschuss zum 1:0, dem ersten Führungstreffer in dieser Spielzeit.

          Das mutige Angriffspiel der Borussen wurde schnell belohnt, die neue Elf spielte sich in einen regelrechten Rausch und traf kurz darauf innerhalb von vier Minuten dreimal.

          Zunächst erhöhte Kapitän Xhaka per Kopf auf 2:0, dann traf Stindl mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze zum 3:0, ehe Dahoud mit einem Distanzschuss der vierte Treffer gelang. Für den Nachwuchsspieler war es der erste Bundesligatreffer. An allen vier Toren war der zuletzt arg kritisierte Raffael beteiligt. Die Fans waren aus dem Häuschen und sangen: „Der VfL ist wieder da“.

          Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste durch Verhaeghs verwandelten Strafstoß zum Anschlusstreffer, nachdem Dominguez den Koreaner Ji im Luftkampf getroffen hatte.

          Die Gladbacher hatten noch gute Chancen durch Raffael (61.), Stindl (66) und Ibrahima Traoré (69.), doch Augsburgs Keeper Marvin Hitz war jeweils auf dem Posten und hatte Glück, dass Traoré und Raffael (82./85.) nur Aluminium trafen. Den Schlusspunkt setzte abermals Verhaegh, der auch seinen zweiten Strafstoß (Xhaka an Koo) verwandelte.

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