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2:0 gegen Nürnberg : Ginczek macht die Wölfe froh

  • Aktualisiert am

Können sich auf ihren Angreifer verlassen: Die Wolfsburger Spieler jubeln mit Torschütze Daniel Ginczek (Mitte). Bild: dpa

Wieder einmal kann sich Wolfsburg auf seinen Angreifer verlassen. Daniel Ginczek bestätigt gegen Nürnberg seine starke Form und avanciert zum Spieler der Partie. Am Ende sorgt eine Szene noch für Aufregung.

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          Der VfL Wolfsburg hat sich dank der formstarken Daniel Ginczek und Josip Brekalo in der Fußball-Bundesliga den internationalen Rängen angenähert. In einem Duell auf mäßigem Niveau erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia zum Auftakt des 15. Spieltags ein verdientes 2:0 (0:0) beim 1. FC Nürnberg und hat nun zehn Punkte aus den letzten vier Partien gesammelt. Vorübergehend ist es nur noch ein Zähler bis zu Tabellenplatz sechs.

          Bundesliga

          Der auffällige Torjäger und frühere Nürnberger Ginczek (58.) und Brekalo (90.+3) erzielten die Treffer gegen den harmlosen „Club“, der am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen könnte. Ginczek, der Mann des Spiels, ist damit an den letzten sechs VfL-Toren beteiligt gewesen. „Das war die Kategorie Glücksspiel und Arbeitssieg“, sagte Ginczek bei Eurosport und fügte selbstbewusst an: „Nach oben setzen wir uns keine Grenzen.“

          Ganz anders Nürnberg: Seit nunmehr neun Spielen wartet hingegen das Team von Trainer Michael Köllner auf den dritten Saisonsieg. Gegen die Wölfe waren die Nürnberger zwar engagiert, aber nicht torgefährlich genug. „In der ersten Halbzeit waren wir dominant, bis zum Gegentreffer haben wir kaum etwas zugelassen“, sagte Nürnbergs Interimskapitän Georg Margreitter: „Im letzten Drittel waren wir zu ideenlos und mit zu wenig Zug zum Tor.“

          Die physisch klar überlegenen Wolfsburger agierten in der Anfangsphase besonnen und hatten die reifere Spielanlage. Ginczek (4., 11.) hätte dies früh belohnen können, scheiterte allerdings an „Club“-Torwart Fabian Bredlow. Nürnberg wurde nur gefährlich, wenn der flinke, aber manchmal übereifrige Virgil Misidjan in die Angriffe eingebunden war. In der fünften Minute setzte Adam Zrelak jedoch ein Zuspiel Misidjans über das Tor.

          „Club“-Coach Köllner hatte auf den zaghaften Auftritt vom vergangenen Samstag beim FC Bayern (0:3) mit vier Änderungen reagiert. Weiterhin kompensieren mussten die Franken auch den Ausfall des weiterhin verletzten Kapitäns Hanno Behrens (Bauchmuskelzerrung) und den von Stammtorwart Christian Mathenia (Knieverletzung).

          Die Franken waren bemüht, etwas mehr Durchschlagskraft als zuletzt zu entwickeln, aber offensichtlich war auch, wie limitiert der Aufsteiger ist. Es wird, dafür war dieser Abend abermals ein Beleg, ein sehr steiniger Weg zum angestrebten Klassenverbleib. Wolfsburg dagegen denkt in anderen Kategorien und hatte sich jüngst in den Duellen mit RB Leipzig (1:0), Eintracht Frankfurt (2:1) und der TSG Hoffenheim (2:2) auch ansprechend präsentiert.

          Nach dem vernünftigen Beginn bauten die Niedersachsen jedoch ab. Oft wurde nur quer oder nach hinten gespielt, es fehlten streckenweise Tempo und Zielstrebigkeit. Ondrej Petrak (40., 41.) hätte dies beinahe bestraft, aber einmal fehlte dem Nürnberger Entschlossenheit, dann etwas Schussglück.

          Verhaltener Jubel: Wolfsburgs Torschütze Daniel Ginczek spielte vor einigen Jahren auch für den 1. FC Nürnberg.

          Die 29.604 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion bekamen nach dem Wechsel ein bisschen mehr geboten. Erst hatte Misidjan (55.) eine verheißungsvolle Szene, danach traf Wölfe-Stürmer Wout Weghorst (57.) den Pfosten. Nur eine Minute später zielte Ginczek nach Zuspiel von Maximilian Arnold genauer. Der vermeintliche Ausgleich durch Adam Zrelak (86.) fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung. Am Ende erhöhte Brekalo zum Endstand.

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