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Offene Tore für Fans : Die Gefahr spielt mit

Beim Pokalspiel zwischen Hansa und dem VfB im Rostocker Ostseestadion (hier ein Drittligaspiel 2019) dürfen 7500 Fans anwesend sein. Bild: dpa

Der Fußball erhält die Chance, wieder vor und für Menschen zu spielen. Damit kann er ein kraftvolles Zeichen senden. Doch er sollte die Chance nicht durch Maßlosigkeit vergeben.

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          Gerade erst lautete die magische Zahl noch 8500. So viele Zuschauer sollen es in einer Woche am ersten Bundesligaspieltag in Leipzig sein. Schon an diesem Wochenende aber werden es womöglich mehr als 10.000, wenn Dynamo Dresden den Hamburger SV zur ersten Runde im DFB-Pokal empfängt. In Rostock, wo Hansa gegen den VfB Stuttgart antritt, dürfen 7500 ins Ostseestadion, in Magdeburg 5000 gegen Darmstadt98. Das alles ist angesichts der Nulldiät, die dem deutschen Profifußball kürzlich noch verordnet werden sollte, eine Massenbewegung, mit der so nicht zu rechnen war – jedenfalls nicht so schnell.

          Möglich machen das der Föderalismus, der regional unterschiedliche Regelungen zulässt, und die Infektionslage, vor allem die niedrigen Zahlen in den östlichen Ländern. Da mag mancher nun „unfair!“ rufen, aber es gehört zu einem gesunden Realismus, auch in der Pandemie nicht alles über einen Kamm zu scheren, sondern dort, wo etwas mit guten Gründen möglich scheint, auch etwas (mehr) möglich zu machen. Der sportliche Wettbewerb ist dadurch nicht bedroht.

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