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Fußballfan-Protest : Stille in den Stadien

  • Aktualisiert am

12:12 ist die Zeit, die für ein Datum steht - bezieht sich auf den 12.12. Bild: dpa

Bei den vier Bundesligaspielen am Dienstag schweigen viele Zuschauer während der ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden - aus Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept.

          Stille und Gemurmel statt Gesänge und Anfeuerungsrufe haben den Beginn der Partien am 14. Spieltag in den Bundesligen geprägt. Zahlreiche Fans beteiligten sich am Dienstagabend an dem Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept im deutschen Fußball. Sowohl bei den vier Spielen der zweiten als auch der ersten Liga schwiegen viele Zuschauer wie geplant während der ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden.

          Selbst in dem für seine Stimmung bekannten ausverkauften Dortmunder Stadion war es zu Beginn der Partie gegen Fortuna Düsseldorf ungewohnt still. Die meisten Fans hielten sich an die Verabredung. Nur bei Torschüssen des BVB konnten sich einige Anhänger nicht zurückhalten - und ein Raunen ging durch die Arena. Pünktlich nach zwölf Minuten entlud sich aber die Begeisterung der Fans für ihre Borussia wieder: „Vier, drei, zwei, eins“, zählten die Zuschauer den Countdown bis zur zwölften Spielminute herunter - und dann wurde es gewohnt laut und stimmungsvoll.

          „Wir sind sehr zufrieden mit der ganzen Aktion. Das hat gezeigt, dass es kein Ultra-Ding ist, sondern sich die Fußballfans in Gänze nicht kriminalisieren lassen von Hardlinern“, sagte Jan-Henrik Gruszecki, Sprecher der 12:12-Kampagne in Dortmund, auf der Südtribüne. „Wir haben bewiesen, dass alle an einem Strang ziehen, es haben alle Fanclubs mitgezogen. Wir hoffen, dass das einige zum Nachdenken anregt, weil heute ging das Spiel wirklich erst nach zwölf Minuten los.“

          Allerdings war die Unterstützung der Aktion unter dem Motto „Ohne Stimme keine Stimmung“ nicht so durchgehend wie noch zweieinhalb Stunden zuvor in Liga zwei. So verharrte die Fankurve von Hannover 96 bei der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth in Stille - außer beim 1:0-Führungstreffer von Mame Diouf in der vierten Minute. Und von den Sitzplätzen waren Anfeuerungsrufe und Gesänge zu hören.

          Stiller Protest: „Ohne Stimme keine Stimmung“

          Die Fan-Szene will an diesem und zwei weiteren Spieltagen der Bundesligen gegen das geplante Sicherheitskonzept protestieren. Dieses wollen die 36 Proficlubs bei ihrer Vollversammlung am 12. Dezember verabschieden. Der Auftakt der Schweige-Aktion am Wochenende in der 3. Liga war wenig spektakulär ausgefallen.

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