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Fußballer des Jahres : Nkunku und Schüller vorn

  • Aktualisiert am

Nkunku Bild: Max Ellerbrake / firo Sportphoto

Viele Sportjournalisten haben abgestimmt: Christopher Nkunku ist Deutschlands Fußballer des Jahres, bei den Frauen siegte Lea Schüller. Auch bei den Trainerinnen und Trainern gab es eine Premiere.

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          Christopher Nkunku stand am Samstagabend noch mit trauriger Miene auf dem Rasen der Red Bull Arena, keine 24 Stunden nach dem verlorenen Supercup-Finale konnte der Star-Stürmer von RB Leipzig aber doch noch jubeln. Nach einer traumhaften Vorsaison darf sich der 24 Jahre alte Franzose erstmals „Deutschlands Fußballer des Jahres“ nennen.

          „Ich fühle mich sehr geehrt und weiß es sehr zu schätzen, so einen bedeutsamen Preis entgegennehmen zu dürfen“, sagte Nkunku, der mit Leipzig am Samstag im Supercup mit 3:5 (0:3) gegen Bayern München unterlegen gewesen war. „In allererster Linie muss ich mich bei meiner Mannschaft, dem Trainerteam und allen Mitarbeitern bedanken.“ Nkunkus Auszeichnung ist die Belohnung für eine herausragende Saison, in der er mit 32 Toren und 20 Vorlagen in 51 Pflichtspielen national und international für Aufsehen gesorgt hatte.

          Wie die jährliche Abstimmung des Fachmagazins „kicker“ unter 706 Sportjournalistinnen und Sportjournalisten ergab, setzte sich Nkunku knapp mit 134 Stimmen durch. Dabei erhielt er nur sechs Stimmen mehr als der zweitplatzierte Robert Lewandowski, der den Bayern München mittlerweile Richtung FC Barcelona verlassen hat. Dritter wurde Nationaltorwart Kevin Trapp (65 Stimmen) von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt.

          Bei der Wahl zur Fußballerin des Jahres siegte Nationalstürmerin Lea Schüller (141 Stimmen) vom FC Bayern vor DFB-Kapitänin Alexandra Popp (115) und Almuth Schult (68). „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet. Das ist eine totale Überraschung. Es ist überragend! Das ist eine supertolle Auszeichnung“, sagte Schüller, die sich in der Bundesliga mit 16 Toren für die Münchnerinnen die Torjägerkrone gesichert hatte.

          Bei den Trainerinnen und Trainern gewann Christian Streich, der den SC Freiburg bis ins Finale des DFB-Pokals geführt hatte. Auch er entschied erstmals das Votum für sich und verwies Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt, auf den 133 Stimmen entfielen, und den Kölner Steffen Baumgart (50/65 Stimmen) auf die Plätze.

          „Christian Streich hat jede Ehrung verdient. Er ist ein herausragender Trainer, der in Freiburg Großes vollbringt und den ich enorm schätze“, sagte Bundestrainer Hansi Flick. Liverpools Teammanager Jürgen Klopp ergänzte im „kicker“: „Endlich, muss man sagen, absolut verdient. Manchmal dauert es ein bisschen länger, bis die tatsächliche Qualität erkannt wird!“ Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54) landete bei der Wahl mit 15 Stimmen auf Platz sieben.

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