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WM in Qatar und Japan-Reise : Was auf die Eintracht-Profis jetzt zukommt

Herz zu Herz: Trainer Glasner und Kapitän Rode fallen sich nach dem Sieg gegen Lissabon in die Arme. Bild: Huebner

Die Eintracht hat nach dem 1:1 in Mainz noch einiges vor: Für sechs Spieler geht es zur WM, der Rest fliegt ins Land der aufgehenden Sonne – voller Stolz auf ein phänomenales Fußballjahr.

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          Knapp fünf Wochen noch. Dann ist wirklich Schluss. Für Kevin Trapp und Mario Götze wäre es ein Traum, wenn sie letztmalig im herausragenden Fußballjahr 2022 am 18. Dezember am Ball sein würden. Wenige Tage vor Weihnachten findet das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar statt. Mit Deutschland und den zwei Eintracht-Profis im Team von Bundestrainer Hansi Flick?

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Der Weg durch die Wüste zum Finalort Doha ist lang und beschwerlich. Auch die zurückliegenden Monate sind es gewesen. Die Erfolge der Eintracht sind umso beeindruckender. Der Gewinner der Europa League hat es eine Klasse höher in der Champions League als Neuling schon bis ins Achtelfinale geschafft, in dem es zum Duell mit dem SSC Neapel kommt. Auch im nationalen DFB-Pokalwettbewerb wartet mit dem Heimspiel gegen Darmstadt 98 ein K.-o.-Spiel in der Runde der letzten 16.

          Auf nach Japan

          Und in der Liga? Dort hat die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner nach 15 Spieltagen und 27 gewonnenen Punkten die zu diesem Zeitpunkt beste Bundesligabilanz der Vereinsgeschichte hingelegt. Zeit für den Tabellenvierten, sich entspannt zurückzulehnen? Keineswegs. Schon am Tag nach dem 1:1 im Rhein-Main-Derby beim Nachbarn Mainz 05 hat sich die Frankfurter Reisegesellschaft auf den einwöchigen Dienstausflug nach Japan gemacht.

          Bundesliga

          27 Spieler hat Glasner nach Fernost mitgenommen. Anstelle der sechs abgestellten Nationalspieler – neben Trapp und Götze sind auch der Kroate Kristijan Jakic, der Däne Jesper Lindström, der Schweizer Djibril Sow und der Japaner Daichi Kamada bei der WM – gehören acht Nachwuchstalente aus der U 21, U 19 und U 17 sowie die beiden Jungprofis Mehdi Loune und Nacho zur Japan-Delegation. Spieler Nummer 28 ist ein besonderer: Makoto Hasebe. Der älteste Eintracht-Profi, verletzungsbedingt in den vergangenen Wochen auf die Zuschauerrolle beschränkt, ist schon vor der Mannschaft in seine Heimat geflogen, in der ihm als Markenbotschafter des Frankfurter Vereins eine besondere Rolle zukommt.

          Eine besondere Rolle in diesem außergewöhnlichen Eintracht-Jahr hat auch einer ihrer Anführer gespielt: Kapitän Sebastian Rode. Unvergessen sein 45-minütiger Einsatz im entscheidenden Champions-League-Gruppenspiel bei Sporting Lissabon. Wer schon immer etwas über Willen und Leidenschaft erfahren wollte, brauchte nur Rode zuzuschauen. Der Mann von der Bergstraße hat in Lissabon das Spiel seines Lebens gemacht. Mit einem geschundenen, von etlichen Verletzungen heimgesuchten Körper.

          Auch jetzt, da es nur noch in aller Freundschaft zweimal in Japan sowie gegen den SV Sandhausen (2. Dezember, Spielort steht noch nicht fest) und bei Atalanta Bergamo (9. Dezember) um kurzweilige Tests geht, wird Rode seine Knochen hinhalten. Trotz Wadenproblemen gehört der 32 Jahre alte Spielführer zum Frankfurter Reisetross, der am frühen Montagnachmittag nach Tokio abgeflogen war.

          Rode bezeichnete es als „hervorragend, was wir in der Hinrunde geleistet haben. Vom ersten Spieltag, an dem wir gegen die Bayern richtig auf die Mütze bekommen haben, bis heute: Wir stehen in der Champions League im Achtelfinale, in der Bundesliga sind wir auf einem internationalen Platz, also genau da, wo wir am Ende auch sein wollen. Es gibt kaum Besseres.“ Torhüter Trapp bekräftigte: „Dies ist das schönste Kalenderjahr, das die Eintracht seit langer Zeit erlebt hat.“ Noch ist es nicht vorbei.

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