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Fußball-Bundesliga : Wie steht’s eigentlich?

  • Aktualisiert am

Zurück in der Bundesliga: Trainer Bruno Labbadia versucht, Hertha BSC auf Linie zu bringen. Bild: dpa

Die seit dem 11. März unterbrochene Fußball-Saison wird weiter geführt. Der Ball rollt wieder. Aber wie ist die Lage in der Bundesliga? Ein Überblick über Tabellenstand und Trainerfragen.

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          Keine Debatte um die Geisterspiele mehr mit Angela Merkel als Spielführerin, Armin Laschet und Markus Söder als Angreifer, Karl Lauterbach und anderen Experten in der Defensivhaltung: Die Bundesliga darf sich wieder auf Fußball freuen. Nach dem grünen Licht am grünen Tisch von Bund und Ländern für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs geht es am 15. Mai vor leeren Rängen weiter. Aber wie war eigentlich nochmal der letzte Stand vor der Corona-Krise? Spannende Entscheidungen stehen in den neun verbliebenen Spieltagen an.

          Meisterschaft: Spitzenreiter FC Bayern (55 Punkte) hat vier Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund (51) und fünf auf RB Leipzig (50), zudem das bessere Torverhältnis (+47 gegenüber +35/+36). Der Rekordmeister strebt somit den achten Titel in Folge an und hatte zuletzt unter Trainer Hansi Flick einen beeindruckenden Lauf. Die Münchner müssen aber noch nach Dortmund und Leverkusen - wobei Auswärtsspiele angesichts der Geisterkulissen freilich ihren Schrecken verloren haben - und spielen zuhause gegen den Vierten Borussia Mönchengladbach (49).

          Europapokal: Ein weiterer Anwärter auf einen der vier Champions-League-Plätzen ist neben dem oben genannten Spitzen-Quartett auch Bayer Leverkusen (47) mit nur zwei Zählern Rückstand auf Gladbach. Der FC Schalke 04 liegt als Sechster mit 37 Punkten dagenen bereits zehn Zähler hinter Bayer und muss eher seine Position nach hinten absichern. Im Kampf um die beiden Europa-League-Teilnehmer sind auch der VfL Wolfsburg, SC Freiburg (beide 36) und die TSG 1899 Hoffenheim (35) noch aussichtsreich plaziert. Falls Bayern München nicht nur Meister, sondern auch DFB-Pokalsieger wird, qualifiziert sich auch der Bundesliga-Siebte für die Europa League.

          Abstiegskampf: Aufsteiger SC Paderborn hat als Schlusslicht mit nur 16 Zählern weiterhin die schlechtesten Karten. Krisenclub Werder Bremen (18) kann als Vorletzter ebenfalls nur vier Siege vorweisen, hat aber noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Fortuna Düsseldorf (22) steht derzeit auf dem Relegationsplatz. Im hinteren Mittelfeld tummeln sich mit geringem Vorsprung der FSV Mainz 05 (26), FC Augsburg (27), Hertha BSC Berlin und  Eintracht Frankfurt (28). Union Berlin (30) und der 1. FC Köln bilden nach starken Serien vor der Corona-Pause das dünn besiedelte Niemandsland der Tabelle.

          Torjäger: Das Duell zwischen Robert Lewandowski (25 Treffer) und Timo Werner (21) geht weiter. Der Leipziger Nationalstürmer hatte kürzlich dem FC Bayern mit klaren Worten einen Korb für einen möglichen Wechsel gegeben. Münchens Dauerbrenner Lewandowski könnte zum insgesamt fünften Mal die Torjäger-Kanone gewinnen - es wäre das dritte Mal in Serie. BVB-Talent Jadon Sancho liegt mit 14 Treffern schon ziemlich aussichtslos hinter Lewandowski und Werner auf Rang drei.

          Trainer: Mitten in der Corona-Krise vollzog Hertha BSC wieder mal einen Trainerwechsel: Bruno Labbadia (zuletzt beim VfL Wolfsburg) ist zurück in der Bundesliga und soll nun bei den Berlinern wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Zuletzt hatte der Hauptstadtclub durch den unrühmlichen Abgang von Chefcoach Jürgen Klinsmann, dem der glücklose Kurzzeittrainer Alexander Nouri folgte, und dem Video-Skandal von Salomon Kalou ein schlechtes Bild abgegeben. Auch der FC Augsburg geht mit einem neuen Chefcoach in den Rest der Saison. Heiko Herrlich ersetzte kurz nach dem bislang letzten Spiel des FCA Martin Schmidt und wartet noch auf seinen ersten Einsatz an der Seitenlinie.

          Pokal: Mit dem Re-Start in der Liga könnte es auch im DFB-Pokal weitergehen. Es stehen die beiden Halbfinalpartien zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt sowie das Duell von Pokalschreck 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen aus.  Saarbrücken hat als erster Viertligaklub überhaupt ein Halbfinale erreicht. Nach einem Bericht des „Sportbuzzer“ könnten die Halbfinalspiele am 16. und 17. Juni steigen. Das Finale in Berlin sollte dann am 27. Juni ausgetragen werden.

          Der 26. Spieltag:

          Samstag, 16. Mai, 15:30 Uhr:
          Borussia Dortmund - Schalke 04
          RB Leipzig - SC Freiburg
          TSG Hoffenheim - Hertha BSC
          Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn
          FC Augsburg - VfL Wolfsburg
          Samstag, 16. Mai, 18:30 Uhr:
          Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach
          Sonntag, 17. Mai, 15:30 Uhr:
          1. FC Köln - FSV Mainz 05
          Sonntag, 17. Mai, 18:00 Uhr:
          Union Berlin - Bayern München
          Montag, 18. Mai, 20:30 Uhr:
          Werder Bremen - Bayer Leverkusen

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