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Fußball-Übertragungen : Bundesliga verkauft Rechte an Sky-Mutterkonzern

  • Aktualisiert am

Der Sky-Mutterkonzern bringt die Bundesliga nun auch in weitere 80 Länder weltweit Bild: dapd

Für rund 80 Länder weltweit kauft Rupert Murdochs TV-Konzern 21st Century Fox die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga. Die DFL kann mit einer Verdopplung ihrer ausländischen Erlöse rechnen.

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          Die Fußball-Bundesliga bringt ihre Spiele nach dem milliardenschweren Deal mit dem Pay-TV-Sender Sky Deutschland nun auch weltweit im Fernsehreich des Medienzaren Rupert Murdoch unter. Murdochs TV-Konzern 21st Century Fox kauft die Übertragungsrechte für rund 80 Länder in Amerika, Europa und Asien, wie die Partner am Montag mitteilten. Die Vereinbarung des Sky-Mutterkonzerns mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) beginnt mit der Saison 2015/16 und läuft in wesentlichen Teilen fünf Jahre.

          Die DFL könne nun insgesamt mit einer Verdopplung ihrer ausländischen Rechteerlöse auf rund 140 Millionen Euro rechnen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vertragsparteien äußerten sich nicht zum Volumen. Mit dem Abschluss verringert die Bundesliga den noch immer großen Abstand zu den weltweit reichsten Fußball-Ligen England und Spanien.

          Die Deutschen dürften damit in der Heimat und international künftig auf Durchschnittserlöse von 770 Millionen Euro pro Saison kommen. Die englische Premier League verdient mit TV-Rechten weltweit durchschnittlich 2,16 Milliarden Euro im Jahr. Der Deal unterstreicht die Bedeutung von Sky Deutschland im Konzern. Für die Produktion der weltweiten Ausstrahlungen stützt sich 21st Century Fox auf seinen deutschen Ableger. Der von Murdoch mit Milliarden gepäppelte, noch immer defizitäre Sender sicherte sich im vergangenen Jahr die Live-Rechte für weitere vier Bundesliga-Spielzeiten bis 2017 und zahlt dafür eine Rekordsumme von 1,94 Milliarden Euro.

          Die nun abgeschlossene Vereinbarung umfasst sämtliche Länder in Nord- und Lateinamerika sowie fast ganz Asien für fünf Spielzeiten ab 2015. Hinzu kommen Senderechte für Italien, die Niederlande und Belgien für zwei Jahre, ebenfalls ab 2015. Nicht enthalten sind die Rechte für Indien. In China dürfen die Rechte nur in englischer Sprache verwertet werden. Neben klassischen TV-Senderechten erwarb der amerikanische Konzern auch Lizenzen für Internet- und Mobilfunkübertragung.

          Größere Aufmerksamkeit und Wachstumschancen

          „Die Abschlüsse unterstreichen, dass die Bundesliga mittlerweile als Top-Medienrecht im internationalen Sport-Business anerkannt ist“, erklärte DFL-Chef Christian Seifert. Die Zusammenarbeit verschaffe dem deutschen Profi-Fußball weltweit größere Aufmerksamkeit und Wachstumschancen. 21st Century Fox werde mit seinem weltweiten Netz an Sportsendern noch größeres Publikum als bisher für die Bundesliga gewinnen, kündigte Vize-Konzernchef James Murdoch an. Der Sohn des Patriarchen steht seit kurzem auch an der Spitze des Aufsichtsrats von Sky Deutschland.

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