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Fußball-Studie : Bundesligaklubs sehen wirtschaftliche Lage positiv

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Gute Aussichten: Borussia Dortmund ist sportlich erfolgreich und wirtschaftlich solide Bild: dapd

91 Prozent der Fußball-Manager bewerten laut der Studie „Bälle, Tore und Finanzen“ die Situation der Branche als „gut“ und „eher gut“. Borussia Dortmund gehört zu den zehn Klubs aus den fünf großen europäischen Ligen mit dem solidesten Finanzgebaren.

          Nach dem Titel kam für den deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund der Absturz - zumindest an der Börse. Als die als Aktiengesellschaft geführte Profiabteilung im Mai die Meisterschaft errungen hatte, verlor der Kurs der Klubaktie am Tag danach zeitweise um vier Prozent. Der Titelgewinn brachte an der Börse Gewinnmitnahmen. Die Phantasie sei erst einmal raus gewesen, analysierten Experten, langfristig sei aber wieder mit einem steigenden Kurs zu rechnen. Einerseits wegen der ersten deutschen Meisterschaft seit 2002. Die Borussia könnte andererseits aber auch davon profitieren, dass sie laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie zu einem erlesenen Kreis zählt: zu den zehn Klubs aus Deutschland, England, Italien, Spanien und Frankreich mit dem solidesten Finanzgebaren.

          Zu diesem Ergebnis kommt die achte Studie „Bälle, Tore und Finanzen“, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erstellt hat. Dafür befragte das Unternehmen neben dem deutschen Meister noch 33 andere Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga. Außer der Einschätzung zum Finanzgebaren, das die Studie in Form einer Kennziffer aus Insolvenzwahrscheinlichkeit und Zahlungsmoral ausweist, wurden die Manager zum geschäftlichen Erfolg der abgelaufenen Saison und zu ihren Erwartungen für die kommende Spielzeit befragt. Dabei zeigte sich, dass weniger Vereine als im Vorjahr rote Zahlen geschrieben haben: 21 Prozent der Vereine haben einen geringen oder hohen Verlust verzeichnet, 53 Prozent haben Gewinn gemacht, der Rest hat ein ausgeglichenes Ergebnis präsentiert. Im Sommer 2010 lag der Anteil der Vereine mit Verlust noch bei 44 Prozent.

          91 Prozent für „gut“ und „eher gut“

          Gleichzeitig bewerteten mehr Manager die Lage der Fußballbranche als positiv: 91 Prozent bezeichneten die Situation als „gut“ und „eher gut“, 9 Prozent als „eher schlecht“. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der pessimistisch Eingestellten noch bei 24 Prozent. Die Erwartungen für die Zukunft haben sich allerdings im Vergleich zum Vorjahr etwas eingetrübt: Nur noch 3 Prozent der Manager gehen davon aus, dass sich die Lage deutlich verbessert. 2010 war noch fast ein Viertel von einer deutlichen Verbesserung ausgegangen.

          Vorbild Borussia: Die Bundesliga-Klubs investieren mehr in die Nachwuchsförderung

          Auf der Einnahmenseite könnte sich diese moderat optimistische Einschätzung aber positiv auswirken: So gehen die Fußballmanager im Schnitt davon aus, dass ihre Einnahmen um 5 Prozent steigen werden. Die Ausgaben sollen dagegen nur um 0,3 Prozent steigen. Investieren wollen die Klubs unter anderem in die Nachwuchsförderung: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten will mehr Geld in eigene junge Spieler stecken. Auch hier ist der amtierende Meister Dortmund mit der jüngsten Meistermannschaft der Bundesligageschichte offensichtlich ein Vorbild.

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