https://www.faz.net/-gtm-9zhvh

Zweite Bundesliga : Der Fußball rollt wieder in Deutschland

  • Aktualisiert am

Alles im sauberen Griff: Ein Spielball in Liga zwei. Bild: EPA

Musik im leeren Regensburger Stadion, Helfer mit Schutzmasken: Die neue Normalität im deutschen Fußball hat begonnen. Ein Koreaner schießt in der zweiten Bundesliga das erste Tor nach der Corona-Pause.

          1 Min.

          Jae-Sung Lee ist der erste Torschütze nach der Corona-Pause im deutschen Profifußball. Der Koreaner hat für seinen Klub Holstein Kiel in Regensburg die frühe Führung erzielt (F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Fußball-Bundesliga und Sky). Der 27-Jährige traf am Samstag in der dritten Spielminute zur 1:0-Führung. Für Lee war das achte Saisontor sicher das denkwürdigste. Nach dem Treffer klatsche er sich mit den Mitspielern mit den Unterarmen ab, um in der Coronavirus-Pandemie keinen direkten Körperkontakt zu haben.

          In Regensburg galt vor dem Anpfiff wie an allen Spielorten an diesem Wochenende in erster und zweiter Liga: Keine Fans, aber immerhin Musik. Im Regensburger Stadion ertönten am Samstag beim Aufwärmen der Fußball-Profis des SSV Jahn und von Gegner Holstein Kiel Pop-Songs im leeren und ansonsten stillen Jahn-Stadion. Damit sollte wenigstens für etwas Normalität gesorgt werden, wie es von Seiten des Gastgebers hieß.

          Im Corona-Spielbetrieb sind bei allen Partien der Bundesliga und zweiter Liga keine Zuschauer zugelassen. Die Jahn-Profis kamen am Samstag in ihren Privatwagen einzeln zur Arena. Die Gäste aus Kiel fuhren zu dem Zweitligaspiel mit zwei Bussen vor. Fans waren im direkten Umfeld der Jahn-Arena keine zu sehen.

          Auch einen Stadionsprecher gab es, vornehmlich für Durchsagen für die anwesenden Reporter, etwa für Torschützen oder Auswechslungen während der Partie. Die Teambetreuer trugen beim Aufwärmen der Mannschaften am Spielfeldrand vorschriftsmäßig einen Mund-Nasen-Schutz.

          Einlassbedingung: Unter 38 Grad

          Die wenigen zugelassenen Pressevertreter durften sich nur auf der Pressetribüne aufhalten, mit Schutzmaske und ausreichend Abstand zueinander. Am Eingang wurde zunächst die Temperatur gemessen, diese musste für einen Einlass unter 38 Grad liegen.

          Betreuerstab mit Mundschutz: In Karlsruhe wurde alles beachtet. Bilderstrecke

          Die Profis des Karlsruher SC haben sich vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in verschiedenen Räumen umgezogen. Einige KSC-Spieler zogen sich etwa in den eigentlich für die Physiotherapeuten vorgesehenen Räumen um, andere wie sonst auch in der Mannschaftskabine. Zuvor waren Spieler und Trainerteam getrennt voneinander zu der Partie am Samstag (13.00 Uhr/F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Fußball-Bundesliga und Sky  ) gegen den SV Darmstadt 98 ins Wildparkstadion gekommen. Beim Betreten des Stadions trugen sie einen Mundschutz.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          In seinen seltenen Interviews gab sich der ehemalige Wirecard-Chef analytisch und sachorientiert.

          Wirecard-Skandal : Der Unsichtbarmacher

          Markus Braun war Mr. Wirecard und der reichste Dax-Chef. Nun ist er in einen beispiellosen Bilanzskandal verstrickt. Irgendwo zwischen der Utopie unsichtbaren Geldes und der Wirklichkeit unregelmäßiger Zahlen hat er sich verzettelt.

          Corona-Medikament für Europäer : Eine Zwangslizenz für Remdesivir?

          Die EU hat das erste Medikament gegen Covid-19 zugelassen – doch vorerst liefert der Hersteller Gilead nur nach Amerika. In Brüssel wird Druck aufgebaut: Notfalls könne man Remdesivir auch gegen den Willen von Gilead für Europa herstellen lassen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.