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Fußball-Spielplan : Leipziger Protest gegen DFB-Pokaltermin

  • -Aktualisiert am

Spiel mit Köpfchen: Leipzigs Dennis Borkowski Bild: EPA

Die Leipziger Stimmung wird getrübt von einem Streit um das letzte ausstehende Pflichtspiel in diesem Jahr. RB will sein DFB-Pokalspiel am 22. Dezember verschieben – und notfalls sogar klagen.

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          Grund zur Freude gibt es in Leipzig dieser Tage genug. In der Champions League ist das Achtelfinale erreicht, und in der Bundesliga liegt RB aussichtsreich im Rennen um die deutsche Meisterschaft. Auch von Werder Bremen ließen sich die Leipziger nicht stoppen. Das 2:0 fällt unter die Kategorie Pflichtsieg. Drei weitere Punkte, alles in bester Ordnung also?

          Mitnichten. Die Stimmung wird getrübt von einem Streit um das letzte ausstehende Pflichtspiel in diesem Jahr. Leipzig muss nach Lage der Dinge am 22. Dezember beim FC Augsburg antreten, DFB-Pokal, zweite Runde (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal und bei Sky). Der Gegner will unbedingt zu diesem Termin spielen, die Leipziger möchten das Spiel aber unbedingt verlegen, notfalls soll gegen die Ansetzung sogar geklagt werden. Dabei geht es nur zum Teil um die hohe Belastung, der die Leipziger in den vergangenen Wochen durch nationale und internationale Wettbewerbe ausgesetzt waren. Der FC Bayern und Bayer Leverkusen, beide mit ähnlich vielen internationalen Einsätzen und Leipzigs derzeitige Hauptkonkurrenten im Kampf um die Meisterschaft, durften ihre Pokalauftritte bereits in den Januar verlegen.

          Ein weiterer Grund ist die Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. RB beschäftigt diverse ausländische Nationalspieler, die müssten laut Trainer Julian Nagelsmann bereits an Heiligabend wieder in Leipzig sein, wenn das Training am 29. Dezember beginnen soll. Heimaturlaub wäre somit hinfällig, wenn am 22. noch gespielt würde. „Wir haben Spieler, die haben ihre Familien zuletzt im letzten Jahr gesehen“, sagt Nagelsmann.

          Urlaubsreif präsentierten sich die Leipziger gegen Bremen aber noch nicht. Früh lenkten sie das Geschehen in für sie sichere Bahnen, der 2:0-Endstand war nach einem Elfmeter durch Marcel Sabitzer (26. Minute) und einem sehenswerten Tor von Dani Olmo (41.) bereits zur Pause hergestellt. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, dieser Sieg war wichtig für uns“, sagte Olmo nach dem wettbewerbsübergreifend neunten Heimsieg in Folge. Werder hatte nicht genug entgegenzusetzen, um RB in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Nagelsmann freute sich über den souveränen Auftritt und nutzte die Gelegenheit, Nachwuchsspielern wie Joscha Wosz und Dennis Borkowski Spielzeit zu verschaffen. „Die Art und Weise, wie die Jungs das angenommen haben, stellt mich sehr zufrieden“, sagte Nagelsmann.

          In der vergangenen Saison hatte Leipzig vor allem im Anschluss an Spiele in der Champions League in der Bundesliga immer wieder geschwächelt und wichtige Punkte gelassen. In dieser Saison ist das nicht der Fall, was für eine klare Weiterentwicklung spricht. „Wir müssen diese Gier in allen Spielen auf den Platz bringen, um lange oben mitzuspielen. Bisher haben wir kein Spiel auf die leichte Schulter genommen. Und das sollten wir auch in den letzten beiden Spielen des Jahres nicht machen“, sagte Nagelsmann. Zum Jahresende trifft Leipzig auf Hoffenheim und den 1. FC Köln – und Augsburg, sofern der Leipziger Protest unerhört bleiben sollte.

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