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Zweitliga-Torschützenkönig : Darmstadt-Stürmer Dursun wird Özil-Kollege

  • -Aktualisiert am

Abschiedskuss: Torjäger Dursun mit seiner Zweitliga-Kanone Bild: WITTERS

Seine Zukunft ist geklärt: Der Darmstädter Serdar Dursun hat sich für Fenerbahce Istanbul entschieden. Dort wird der Angreifer Mitspieler des früheren deutschen Nationalspielers Mesut Özil.

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          In seiner langen, über die sozialen Medien verbreiteten Abschiedsbotschaft nahmen Danksagungen den größten Raum ein. Serdar Dursun vergaß darin auch Dirk Schuster nicht, seinen ersten von drei Trainern in seinen drei „Lilien“-Jahren. Dursun rechnet es dem Sachsen noch immer hoch an, dass er ihn schon vier Tage nach seiner Verpflichtung 2018 im ersten Saisonspiel in die Startformation stellte. Prompt erzielte der Angreifer einen Treffer – und ließ in den folgenden drei Zweitligajahren für den SV Darmstadt 98 noch 58 weitere folgen.

          Dass der Deutschtürke nach Ablauf seines Vertrags und dem Gewinn der Torjägerkanone mit 27 Saisontreffern nicht am Böllenfalltor verbleiben würde, war seit Mitte Mai gewiss. Nun ist klar, wo Dursun künftig auf Torejagd gehen wird. Und zwar nicht hierzulande, wie es zuletzt das Interesse von Union Berlin, Hamburger SV und wohl auch Werder Bremen (mit dem einstigen SVD-Trainer Markus Anfang) suggerierte, sondern am Bosporus.

          Dursun hat beim Topklub Fenerbahce Istanbul angeheuert und einen Vertrag über drei Jahre samt Option auf eine vierte Saison erhalten. Bilder von der Vertragsunterzeichnung zeigen den gebürtigen Hamburger stolz lächelnd vor Flaggen des Klubs und der Türkei.

          Ein sportlicher Ritterschlag

          Ein Engagement beim renommierten Klub Fenerbahce kommt für türkische Spieler einem sportlichen Ritterschlag gleich. Auch der einstige deutsche Nationalspieler Mesut Özil spielt seit einem halben Jahr dort und könnte Dursun demnächst mit seinen Zuspielen in Szene setzen. Mit dem Wechsel aus der südhessischen Fußballprovinz zum öffentlich grell ausgeleuchteten Istanbuler Großklub gelingt Dursun ein großer Sprung. Ein Motiv für Dursuns Entscheidung, Deutschland den Rücken zu kehren, wird auch die Hoffnung sein, sich in der Türkei für die dortige Nationalmannschaft besser empfehlen zu können.

          Er hatte sich schon Hoffnungen auf eine Teilnahme an den laufenden Europameisterschaften gemacht, wurde aber nicht eingeladen. „Natürlich bin ich 29, aber ich bin ein Spätstarter. Ich bin noch nicht am Ende“, sagte Dursun unlängst noch in Darmstadt. Zumal er den türkischen Fußball kennt aus eher freudlosen Jahren, als er bei unterklassigen Vereinen dort ein eher schlechtes sportliches Auskommen fand. Über Greuther Fürth landete Dursun schließlich bei den „Lilien“, die ihn nunmehr auf Rang drei der ewigen Torschützenliste des Vereins führen.

          Nun ist es an den Darmstädtern, für Ersatz zu sorgen. Der neue Trainer Torsten Lieberknecht zeigte sich zuversichtlich. „Wir werden wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben“, sagte der Coach bei seiner Vorstellung. Derweil hat sich die letztjährige Stammkraft in der SVD-Innenverteidigung Immanuel Höhn dem Ligakonkurrenten SV Sandhausen angeschlossen. Auch dessen Vertrag bei den „Lilien“ war ausgelaufen.

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