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Fußball : Russen dürfen Jena nicht übernehmen

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Der Litauer ist schon da: Jenas Trainer Valdas Ivanauskas Bild: dpa

Die Deutsche Fußball-Liga hat den geplanten Kooperationsvertrag des Zweitliga-Vereins FC Carl Zeiss Jena mit dem russischen Konsortium Alpha Invest Group Corporation, das auf den britischen Jungferninseln residiert, vorerst abgelehnt.

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          Der FC Carl Zeiss Jena kann seine vorgesehene Kooperation mit der russischen Alpha Invest Group Corporation nicht in der bisher vorgesehenen Form realisieren. Das ist das Ergebnis eines mehrstündigen Gesprächs zwischen Abgesandten des thüringischen Zweitligaklubs und der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) vom Montag in Frankfurt.

          Das auf den britischen Jungferninsel residierende Unternehmen will sich als Investor zu 49 Prozent in eine noch zu gründende GmbH des Vereins einbringen. Ob die Lizenzspielerabteilung des FC Carl Zeiss in eine Kapitalgesellschaft überführt werden kann, sollen am Samstag die Mitglieder des Tabellenletzten entscheiden.

          Es gilt die Formel „50 Prozent plus x“

          Die Statuten der Bundesliga-Vereine sehen vor, dass die Klubs in den ihnen vor geschalteten Kapitalgesellschaften stets die Mehrheit der Anteile halten. Hierfür gilt die Formel „50 Prozent plus x“. Den Vereinsoberen aus Jena wurde nahe gelegt, die Vereinbarung mit den russischen Geldgebern Adlan Schischchanow und Murat Lujanow zu modifizieren. „Dabei ging es vor allem um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich“, sagte DFL-Finanzgeschäftsführer Christian Müller.

          Die Alpha Group will in der GmbH einen Geschäftsführer stellen und auf sportliche Entscheidungen des Klubs Einfluss nehmen. Auch deshalb sagte Müller: „Die Liga-Statuten schließen aus, dass ein Minderheitengesellschafter in irgendeiner Form die Politik, insbesondere die Personalpolitik eines Lizenznehmers bestimmt.“

          Vertragsanpassung ist notwendig

          Der FC Carl Zeiss Jena signalisierte daraufhin, Gespräche mit dem potentiellen Partner mit dem Ziel einer Vertragsanpassung führen zu wollen. Darüber hinaus forderte die DFL die Jenenser dazu auf, mehr Transparenz mit dem Blick auf den möglichen Investor herzustellen.

          „Die DFL“, hob Müller hervor, „wird die weitere Entwicklung in Jena, die sich im grundsätzlichen Spannungsfeld von Vereinsautonomie und Verbandshoheit bewegt, kontinuierlich und mit größter Wachsamkeit beobachten.“ Nun sei der Klub „am Zuge, entsprechende Änderungen vorzunehmen und für Transparenz zu sorgen“.

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