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Vorwurf an Fußballprofi : „Thema für Breels Anwälte“

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Wieder im Kader der Borussia: Breel Embolo, hier Anfang Januar Bild: EPA

Breel Embolo vom Bundesligaklub Borussia Mönchengladbach soll laut Polizei trotz Corona-Pandemie an einer illegalen Party teilgenommen haben und beim Anrücken der Beamten über das Dach geflüchtet sein. Nun äußert sich sein Trainer.

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          Ungeachtet der Polizei-Vorwürfe gegen Breel Embolo steht Borussia Mönchengladbach weiter zu seinem Angreifer. „Für uns ist klar, dass Breel morgen im Kader ist“, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund am Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie im ZDF und bei DAZN). „Das Thema ist jetzt wirklich was für Breels Anwälte“, sagte Rose an diesem Donnerstag weiter.

          Bundesliga

          Embolo soll nach Überzeugung der Polizei am Wochenende an einer illegalen Party in Essen teilgenommen haben. Der 23 Jahre alte Schweizer Nationalspieler bestreitet dies. Embolo war auch nicht auf der Party, sondern in einer angrenzenden Wohnung von der Polizei angetroffen worden.

          „Wir glauben das der Polizei. Alles andere sind Vermutungen“, sagte ein Klubsprecher weiter. Nach eigener Darstellung hat Embolo in besagter Wohnung Basketball geschaut. Nach Überzeugung der Essener Polizei ist der Schweizer beim Anrücken der Beamten aber aus dem Fenster und über ein Dach in die Wohnung geflohen.

          Fans bekommen Geld zurück

          Rose wollte vor dem Spiel gegen Dortmund derweil weiter keine Aussage zu seiner Zukunft machen. „Ich möchte mich nicht zu Spekulationen äußern. Wir haben morgen ein wichtiges Spiel gegen Borussia Dortmund. Das wollen wir unbedingt gewinnen“, meinte Rose. Seit Wochen wird der Gladbacher Coach mit dem BVB in Verbindung gebracht. Der 44-Jährige hat am Niederrhein noch einen Vertrag bis Ende Juni 2022, allerdings auch eine Ausstiegsklausel für diesen Sommer.

          Rose bekräftigte zudem, dass Marcus Thuram nach dem Ablaufen seiner Sperre gegen Dortmund wieder im Kader stehen wird. „Ja klar, er hat gut gearbeitet und wird morgen dabei sein“, sagte Rose über den französischen Stürmer, der im Dezember nach einer Spuckattacke gegen Hoffenheims Stefan Posch für fünf Spiele plus eine weitere Partie auf Bewährung gesperrt worden war.

          „Ihm hat die Geschichte schon sehr zugesetzt, aber jetzt geht es weiter. Es tut ihm schrecklich leid. Er wird daraus lernen“, sagte Rose. Der Gladbacher Coach hofft, dass Thuram „sich auch Kredit zurückholt, den er natürlich auch verloren hat“.

          Borussia Mönchengladbach erstattet derweil von sofort an die Dauerkarten-Beiträge für die aktuelle Saison zurück. „Wir hatten sehr gehofft, spätestens zur Rückrunde wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Leider lässt das die allgemeine Lage der Pandemie nicht zu, und wir müssen davon ausgehen, dass sich das nicht in Kürze ändert“, sagte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers an diesem Donnerstag. Der Klub hatte 30.000 Dauerkarten verkauft, dafür aber nur die Hälfte des normalen Preises kassiert.

          Sollte im Laufe der Saison noch einmal vor Zuschauern gespielt werden können, sollen die Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht auf die dann zu verkaufenden Tageskarten erhalten.

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